Lorenzos Mörder muss lebenslang hinter Gitter

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Oliver P. muss lebenslang in den Knast.

Fulda/München - Bei einem fingierten Autokauf hat er den 17-jährigen Lorenzo M. aus München erschossen. Jetzt muss Oliver P. dafür lange Zeit hinter Gitter.

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Dem kleinen Mädchen wird es ihren Papa nicht mehr zurückbringen, den Eltern nicht ihren Sohn. Aber der Täter kommt lebenslang hinter Gitter! Seine Freundin fährt drei Jahre ein. Das urteilte das Landgericht Fulda am Dienstag im Prozess um den Auto-Mord am Münchner Lorenzo M. (17) im Februar diesen Jahres.
Oliver P. (39) und Maren S. (31) hatten laut Anklage aus Finanznot vorgegeben, einen VW-Bus für 15 000 Euro verkaufen zu wollen. Autonarr Lorenzo aus Neuaubing hatte auf das Internet-Inserat am selben Abend reagiert. Eine Falle! In einer dunklen Gasse am Ortsrand von Fulda tötete der Täter den Münchner am folgenden Tag mit mehreren Schüssen. Der 20-jährige Verwandte des Opfers, der mit zur vermeintlichen Übergabe gekommen war und das Geld zur Tatzeit bei sich trug, konnte unverletzt entkommen und war jetzt beim Prozess Nebenkläger.

Bilder vom Tatort

Münchner (17) bei Autokauf in Fulda erschossen

Der 39-jährige Oliver P. aus dem mittelhessischen Grünberg habe den Mord aus Habgier begangen, so das Landgericht. Eines der niedersten Delikte! Der Angeklagte wurde zu lebenslanger Haft wegen Mordes sowie versuchten Mordes und versuchten Raubes mit Todesfolge verurteilt. Bei der Tat habe er auch auf den älteren Schwager des 17-Jährigen geschossen, der jedoch fliehen konnte. Die Verteidigung hatte auf versuchten Betrug und Totschlag plädiert.

Die mitangeklagte 31 Jahre alte Freundin muss für drei Jahre in Haft. Da sie die Polizei nach dem Verhör zu dem Ort nahe einer Autobahn fuhr, an dem sie und ihr Freund die Tatwaffe vergraben hatten, musste sich die Angeklagte nur noch wegen versuchten schweren Raubes und des versuchten Raubes mit Todesfolge verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte für die Freundin vier Jahre Haft beantragt.

tz

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