Am Hauptbahnhof

30-Jähriger begeht sieben Straftaten an einem Abend

München - Völlig ausgerastet ist ein 30-Jähriger am Dienstagabend am Hauptbahnhof. Jetzt ermittelt die Münchner Bundespolizei unter anderem wegen Widerstands, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung.

Wie die Bundespolizei berichtet, passierte der Vorfall am Dienstagabend, 6. Dezember, gegen 21.20 Uhr. Dort wurde eine Streife der Bundespolizei auf eine Gruppe von Personen am Ausgang Bayerstraße aufmerksam, weil ein Mann am Rucksack einer vorbeigehenden Frau zog. Die Beamten stellten den späteren Beschuldigten, einen 30-Jährigen aus dem Senegal zur Rede. Der Mann gab an, dass die Frau mit dem Rucksack und deren Begleiter ihm seine Wodkaflasche gestohlen hatten. Die Polizisten schauten im Rucksack der Frau nach, fanden dort aber nichts. Das Paar konnte weitergehen. 

Die Beamten forderten nun aber den Ausweis des 30-Jährigen. Weil er keinerlei Ausweispapiere bei sich hatte, musste er mit zur Wache. Dort fanden die Beamten im Rucksack eine Aufenthaltsbescheinigung, außerdem wurde festgestellt, dass der Mann 1,67 Promille hatte. 

Nach der Überprüfung der Personalien behauptete der Mann, dass ein Beamter bei der Durchsuchung 50 Euro aus seinem Geldbeutel genommen habe. In diese Behauptung steigerte sich der 30-Jährige so rein, dass er lauthals aggressiv tobte. Dann bedrohte er einen Beamten sogar mit dem Tode. Da die Personalien feststanden, bekam der Mann einen Platzverweis für den Hauptbahnhof. Er wollte die Wache aber nicht verlassen, die Beamte mussten den Mann deshalb aus dem Hauptbahnhof zur anderen Straßenseite führen.

Nur wenig später stand der Mann erneut vor der Wache im Bahnhof, schlug gegen die Dienststellentür, schrie aggressiv am Bahnsteig umher und stellte sich Reisenden in den Weg. daraufhin wurde er in Gewahrsam genommen. Dabei wehrte sich der Senegalese aktiv mit Tritten, Schlägen und einem Kopfstoß. Die Beamten blieben unverletzt.

Gegen den 30-Jährigen wird jetzt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, falscher Verdächtigung, Vortäuschen eine Straftat und Hausfriedensbruchs ermittelt. Er wird am heutigen Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt.

mm/tz

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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