Bedenkliche Anspielungen

400 Teilnehmer bei Antifa-Kongress – Rechte Proteste am DGB-Haus

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Vor dem DGB-Haus hingen auch Gegen-Rechts-Plakate von den Löwen-Fans

Am Rande des Antifa-Kongresses im DGB-Haus an der Schwanthalerstraße hatten rechte Aktivisten Proteste angekündigt. Das Aufgebot hielt sich in Grenzen. Die Anspielungen der Pegida-Aktivisten wogen dafür umso schwerer.

München - Polizei und Verfassungsschutz waren am Wochenende in Alarmbereitschaft. Der Grund: Rechte Aktivisten hatten Proteste wegen des Antifa-Kongresses im DGB-Haus an der Schwanthalerstraße angekündigt. Doch das Aufgebot an Demonstranten aus der rechten Szene hielt sich in Grenzen.

Der Motorradclub machte mit Aufklebern auf der Lederjacke mobil gegen Pegida

Umso schwerwiegender die Anspielung der Pegida-Aktivisten auf die Bekenner-Videos des NSU. Darin wurden Szenen aus den Paulchen-Panther-Filmen mit Tatortbildern von Anschlägen zusammengeschnitten. Auch Pegida nutzte das NSU-Symbol und zeigte am Samstag ein Bild mit einem Gedicht, das sich auf das Oktoberfest-Attentat von 1980 bezog. Ates Gürpinar, Landessprecher der Linken in Bayern und München, verurteilte dies scharf: „Diese offensichtliche Referenz auf das rechtsmotivierte Oktoberfestattentat und den rechten Terror des NSU ist eine Verhöhnung der Opfer und eine Drohung gegen alle Demokraten und den DGB.“

Auf der anderen Seite machten Löwenfans und andere Bürger mit Gegen-Rechts-Plakaten und Aufklebern mobil gegen Pegida. Gürpinar wertete den Kongress als einen „riesigen Erfolg“. Mehr als 400 Teilnehmer hatten am Samstag am Kongress teilgenommen.

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