Übelriechende Überraschung

Alarm am Hauptbahnhof: Hund erschnüffelt diese Ekel-Koffer

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Dieser Koffer hat am Münchner Hauptbahnhof kurzzeitig für ziemlich Verwirrung gesorgt. Eine Frau transportierte unter anderem tote Fische. 

München - Die Sache mit den herrenlosen Gepäckstücken am Münchner Hauptbahnhof wird immer mysteriöser: Der Inhalt, den ein Diensthund der Polizei jetzt erschnüffelt hat, ließ die Polizisten zunächst ratlos zurück.

Die Bundespolizei macht in ihrer Pressemitteilung noch Witze: Es ist nicht überliefert, wer mehr staunte: die Beamten beim Öffnen oder Diensthund "Jupp" beim Schnüffeln? Aber zurück bleibt schon ein komisches Bauchgefühl bei der Sache.

Und noch ein stinkendes Gepäckstück.

Denn am Sonntagabend wurde dem Sicherheitspersonal am Münchner Hauptbahnhof gemeldet, dass dort vier herrenlose Reisetaschen herumstehen würden. Mehrmals wurde per Lautsprecher der Besitzer ausgerufen, doch niemand meldete sich. Die Beamten ließen daraufhin Diensthund "Jupp" heran, der reges Interesse an dem Inhalt zeigte, allerdings keinerlei Anzeichen für Sprengstoff erkennen ließ.

Als die Beamten die Taschen öffneten, schlug ihnen erst einmal ein furchtbarer Geruch entgegen. Sie entdeckten kiloweise getrockneten Fisch, getrocknete Geflügelkarkassen und Rinderknochen.

Frau hat Inhalt in Südtirol gekauft

Ob Diensthund Jupp einen Knochen abbekam, ist nicht überliefert. 

Noch während die Beamten die ungewöhnliche Fundsache in Augenschein nahmen, traf die Eigentümerin der vier Reisetaschen ein. Sie konnte Dokumente über den Kauf in Südtirol vorlegen. Nachdem beim Transport keine Verstöße gegen zollrechtliche Bestimmungen bei der Ein- oder Ausfuhr zu beanstanden waren, konnte die Frau ihre Reise mitsamt den vier "übelriechenden" Gepäckstücken gegen 22.45 Uhr fortsetzen. 

Ob Diensthund "Jupp" einen Knochen abbekam, ist leider nicht überliefert. Da aber auch Diensthunde den beamtenrechtlichen Bestimmungen über die Annahme von Geschenken unterliegen, wäre maximal ein ganz kleiner möglich gewesen.

kg

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