Anwohner wollen Umgestaltung

Verwahrlost der Isartorplatz?

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Die Bänke am Isartorplatz werden oft belagert.

München - Betrunkene und Junkies auf den Bänken, keiner mag mehr auf die Wiese: Der Isartorplatz hat sich zur Problemzone entwickelt. Anwohner kämpfen nun für eine Umgestaltung.

Schnell huscht Anwohnerin Gabi S. (42) über die Grünfläche: „Ich traue mich kaum mehr, hier zu gehen.“ Auf den Bänken hängen immer mehr Betrunkene und Junkies herum, auf der Wiese mag sich keiner aufhalten. Die Anwohner, voran Isarthor-Wirt Robert Zitzlsperger, schlagen Alarm: „Der Isartorplatz verwahrlost immer mehr.“ Jetzt sieht auch die Stadt Handlungsbedarf, den Platz umzugestalten!

Seit Jahren kämpfen die Anwohner in einer Interessensgemeinschaft für eine Neugestaltung der Grünfläche zwischen Kanalstraße und dem Isartorplatz. „Der Platz ist völlig versifft, man kann ihn gar nicht nutzen“, sagt Wirt Robert Zitzlsperger (Gasthaus Isarthor). Seit Jahren sind die Zustände ihm und den Anwohnern ein Dorn im Auge – Gespräche mit der Stadt laufen. „Doch bislang ist nichts passiert“, beklagt der Wirt. „Kaum vorstellbar, schließlich halten hier jeden Tag 50 bis 60 Reisebusse mit Touristen.“

Ein Spielplatz ist angedacht

Auf tz-Nachfrage bei der Stadt erklärt Christine Weis-Hiller, Leiterin der Abteilung Verkehrsplanung im Planungsreferat: „Auch wir sehen Handlungsbedarf – dieser große Verkehrsknotenpunkt muss für Fußgänger, Radfahrer und Anwohner attraktiver werden.“ Das Planungsreferat will dem Stadtrat in der nächsten Zeit Vorschläge unterbreiten, welche Plätze in der Stadt in den nächsten Jahren umgestaltet werden sollen: „Da steht der Isartorplatz im Fokus.“ Denkbar seien etwa mehr Grünflächen oder ein Spielplatz.

Um zu zeigen, wie schön der Platz sein kann, laden Robert Zitzlsperger und die Anwohner Freitag bis Samstag wieder zum großen Sommerfest mit Musik und Kinderprogramm auf den Isartorplatz. Der Wirt: „Wir wünschen uns, dass der Isartorplatz endlich sein negatives Image verliert.“

 CMY

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