Auf vier Pfoten zur Polizei

Armer Henry! Hund schon wieder am Hbf ausgesetzt

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Fundhund Henry verbringt mittlerweile gerne Zeit mit der Polizei

Ende Oktober hatte eine angetrunkene Frau ihren Hund bei der Polizei abgegeben. Bulldogge Henry streunte jetzt wieder herrenlos herum und begleitete die Beamten gerne zur Wache.

München - Bulldogge Henry ist der Bundespolizei am Hauptbahnhof kein fremdes Tier mehr, seit seine Besitzerin das Tier wegen Überforderung Ende Oktober in der Dienststelle abgegeben hatte. Die damals sichtlich angetrunkene Frau überlegte es sich am nächsten Tag aber doch anders und holte Henry wieder aus dem Tierheim ab.

Am Samstagmorgen streunte der Hund jetzt wieder alleine durch den Hauptbahnhof. Ohne Leine, ohne Halsband und ohne Steuermarke lief Henry durch das Zwischengeschoss. Eine Streife, die die zutrauliche Bulldogge schon beim letzten Mal entgegengenommen hatte, erkannte das Tier und rief laut nach Henry, der sofort zu den Beamten lief und sie freundlich begrüßte. Die Bundespolizisten hatte Henry anscheinend in so guter Erinnerung behalten, dass er mit den Beamten freiwillig und folgsam auf die Wache kam. 

Dort wurde der Hund, wie alle „Fundhunde“, erst einmal mit Wasser, Futter und einer Extraportion Streicheleinheiten belohnt, so die Polizei. Kurz darauf meldete sich die erneut stark alkoholisierte Besitzerin. Aufgrund ihres Zustands (1,57 Promille) und weil sie weder eine Leine, noch ein Halsband mitführte, wurde ihr der Hund erstmal nicht ausgehändigt. Erst als die 29-Jährige Münchnerin gegen Mittag mit Halsband, Hundemarke und Leine in einem besseren Zustand erschien, konnte Henry die Wache als „freier“ Hund wieder verlassen. 

jl

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