Bäume für die Schwanthalerstraße?

Bahnhofs-Viertel soll grüner werden

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So könnte die Schwanthalerstraße aussehen

München - Die Bahnhofsgegend ist nicht gerade das Vorzeigequartier der Stadt. Vor allem die Schwanthalerstraße macht einen tristen Eindruck. Das könnte sich bald ändern.

Auf Initiative von Geschäftsleuten und Stadtteilpolitikern prüft das Rathaus einen Grünplan fürs Viertel!

Heute ist die Straße trist und grau

„Es war schon in den 30er-Jahren, als die Nazis die kleinen Biergarten in der Schwanthalerstraße für ihre Aufmärsche zur Theresienwiese zugepflastert haben“, erinnert sich Professor Fritz Wickenhäuser, Vorsitzender des Vereins Südliches Bahnhofsviertel und selbst als Hotelier einer der Grundstücksbesitzer im Viertel. Nachdem im Krieg die Grunderzeithäuser zum Großteil den Bomben zum Opfer fielen, wurde danach die Schwanthalerstraße zur Stadtautobahn, den anderen Straßen im Bahnhofsviertel ging’s nicht anders.

Auf Initiative Professor Wickenhäusers hin beschloss nun der Bezirksausschuss Isar- und Ludwigsvorstadt, eine Begrünung der Schwanthalerstraße sowie der Landwehrstraße zu beantragen. „Bäume sind wichtige Sauerstofflieferanten und Schattenspender für den Menschen und durch die wird die Lebensqualität im Stadraum erheblich verbessert“, so Baumschutzbeauftragte Silvia Haas (Grüne). „Viele Geschäftsleute würden gerne auf ein paar Parkplätze verzichten, wenn dafür die Gegend einladender würde“, sagt Wickenhäuser. Der Antrag wurde im September beschlossen, jetzt brütet man im Planungsreferat, wie der Wunsch erfüllt werden kann.

„Wir werden den Stadtrat im Sommer bitten, uns mit der Erstellung eines Verkehrskonzeptes für das südliche Bahnhofsviertel zu beauftragen“, so die Sprecherin des Planungsreferates Katja Strohhäker.

Das Konzept könnte schon in einem Jahr beschlossen werden. Auch andere Straßen im Viertel würden einbezogen. Dabei wird auch die Parkplatz- und Radwegesituation geprüft, ebenso, wo die Leitungen im Boden Pflanzungen zulassen. Der Abwasserkanal liegt in der Mitte. Die Stadtwerke, die dort Strom, Gas, Wasser und Fernwärmeleitungen verlegt haben, hegen keine Bedenken. „Wenn“, so SWM-Sprecherin Bettina Hess, „die Versorgungssicherheit der Kunden gewährleistet ist.“

Johannes Welte

München - auferstanden aus Ruinen

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