Einsatz am Sendlinger Tor

Beamter verletzt: Pöbler wehren sich vehement gegen Festnahme

+

Polizisten werden wegen eines Randalierers alarmiert. Sie stoßen eine eine Gruppe junger Männer, die die Beamten beleidigen. Als einer festgenommen werden soll, eskaliert die Situation. 

München - Wie die Polizei berichtet, ging am Sonntag, 17. September 2017, gegen 5 Uhr, ein Notruf wegen eines Randalierers in der Pestalozzistraße ein. Mehrere Streifenfahrzeuge der Münchner Polizei fuhren sofort dorthin. 

Als Polizeibeamte an einer Gruppe von Personen am Sendlinger-Tor-Platz vorbeifuhren, bepöbelte die Gruppe die Streife. Der Rädelsführer der Personengruppe, ein 22-jähriger Münchner, weigerte sich, bei der Personenkontrolle seine Personalien anzugeben. Als die Polizeibeamten ihn nach seinem Ausweisdokument durchsuchen wollten, versuchte er zu fliehen. Auf Aufforderung stehen zu bleiben, reagierte er nicht. Letztlich musste er von Polizeibeamten zu Boden gebracht und fixiert werden, so die Polizei.

Obwohl er am Boden lag, leistete der Mann erheblichen Widerstand und versuchte zu verhindern, dass man ihm Fesseln anlegt. Es gelang ihm dabei, den Zeigefinger eines Polizeibeamten zu greifen und zu verdrehen. 

Die Begleitpersonen des renitenten Festgenommenen versuchten ebenfalls, die Fesselung zu unterbinden und filmten das Geschehen mit ihren Handys. Nur weitere verständigte Kräfte konnten verhindern, dass sie zum Festgenommenen vordrangen. 

Bei der Widerstandshandlung verletzte sich der 22-Jährige an der Nase. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Körperverletzung und Widerstand. 

Ein zunächst unbeteiligter 28-Jähriger musste ebenfalls in Gewahrsam genommen werden, da er immer wieder versuchte, die Festnahme zu stören. Den ihm erteilten Platzverweis ignorierte er. Stattdessen beleidigte er die eingesetzten Beamten verbal und durch Zeigen seines Mittelfingers. Mit einer LED-Leuchte blendete er immer wieder die mit der Festnahme beschäftigten Polizeibeamten. Er musste bis zum Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort in Gewahrsam genommen werden.

Nach seiner Durchsuchung in der Zelle zog er seine Unterhose aus und weigerte sich während des gesamten Gewahrsams, sich wieder anzuziehen. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Beleidigung sowie Störung einer Amtshandlung. Gegenüber den eingesetzten Beamten gab er an, Angehöriger eines Medienorgans zu sein und drohte immer wieder mit einer umfangreichen Veröffentlichung seiner Wahrnehmungen. Die angefertigten Handyvideos werden als Beweismittel verwendet.

mm/tz

Auch interessant

Meistgelesen

S-Bahn: Feuerwehreinsatz auf der Linie der S1
S-Bahn: Feuerwehreinsatz auf der Linie der S1
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Flohmärkte in München: Hier finden Sie alle Orte und Termine
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 
Münchens größte Werkstadt: Das neue Viertel hinterm Ostbahnhof 

Kommentare