Flussbad und Isarschwimmen abgelehnt

Lokalpolitker haben Bedenken gegen „Kommerzialisierung der Isar“

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Der Bezirksausschuss lehnt die Aktion Isarschwimmen und die Pläne für ein Flussbad ab. Der „Big Jump“ soll trotzdem am 9. Juli stattfinden.

München - Badeunlustig ist der Bezirksausschuss der Ludwigs- und Isarvorstadt, wenn es um die Isar geht. Für das Isartreiben, den gemeinsam Sprung in den Fluss, stellt das Gremium kein Geld aus dem BA-Budget bereit. Das Projekt stößt bei den Lokalpolitikern auf breite Ablehnung.

Wenn das Wetter mitspielt, will der Verein Isarlust am 9. Juli wieder den gemeinsamen Schwimmspaß in der Isar veranstalten. Mit „Big Jump“, dem Sprung ins Wasser, will man für ein Flussbad in der Isarvorstadt werben. Weil im Innenstadtbereich ein Schwimmverbot besteht, braucht es dazu noch eine Ausnahmegenehmigung des Umweltreferats. Letztes Jahr durften die Schwimmer zwischen der Braunauer Eisenbahnbrücke und Reichenbachbrücke ins Wasser, noch lieber wäre es ihnen, wenn sie zwischen dem Deutschen Museum und den Patentämtern schwimmen dürften. Denn dort, wo die Isar nur wenig sichtbar und schlecht zugänglich ist, wäre nach Ansicht der Initiatoren das Flussbad aus naturschutzfachlicher Sicht möglich.

Monströs findet Silvia Haas (SPD) die ersten Vorschläge für ein solches Bad. Die Lokalpolitiker, die im vergangenen Jahr noch für das Isartreiben waren, wollen nun die Isar schützen: „Wir sind gegen jede Kommerzialisierung der Isar. Ein Flussbad, das jetzt noch nicht zur Diskussion steht, brauchen wir nicht“, erklärt Franz Bruckmeir (SPD). „Es gibt auch keinen sinnvollen Zusammenhang zwischen diesem Bad und dem Schwimmevent. Nichts wird dabei veranschaulicht. Außerdem nehmen eh nur wenige daran teil.“

Nicht ganz so Isar-wasserscheu ist die Stadtverwaltung. Im Augenblick läuft eine Studie zur Machbarkeit eines Flussbades und den natur- und denkmalschutzrechtlichen Anforderungen. Auch die Kosten sollen dargestellt werden. Ende des Jahres rechnet man mit den Ergebnissen. In der Zwischenzeit hat das Badprojekt durch Entwürfe von Architekturstudenten erneut Gestalt angenommen. Die Architekten favorisieren einen Standort zwischen Cornelius-und Reichenbachbrücke.

bus

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