1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt

„Das Erste, was man im reichen München sieht“: Gast aus Berlin nach Zug-Ankunft mächtig verwundert

Erstellt:

Von: Lukas Schierlinger

Kommentare

Hochglanz sieht anders aus. Eine Besucherin aus Berlin hatte für ihre Ankunft am Hauptbahnhof in München Vorstellungen, die sich eher nicht erfüllten.

München - Wäre Berlin eine Mahlzeit, würde der Döner Deutschlands Hauptstadt repräsentieren. Symbolisch für München könnten Involtini vom Wandersaibling an Scamorza und Pastinakencreme stehen. So viel zu den Klischees über die ranzige Bundeshauptstadt und die versnobte Isar-Metropole. Wie so meist: Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Oder nicht?

Die Länderchefs kritisieren vor allem die im dritten Entlastungspaket enthaltenen Finanzierungspläne für einen Nachfolger des 9-Euro-Tickets.
Eine am Münchner Hauptbahnhof angebrachte Skizze sorgt für Belustigung auf Twitter. © Sven Hoppe/dpa

Meistegelesen 2022

Dieser Artikel aus unserem München-Ressort vom Oktober zählt zu den meistgelesenen Artikeln 2022. Aufgrund des hohen Interesses stellen wir Ihnen den Text erneut zur Verfügung.

Frau aus Berlin wundert sich, als sie in München ankommt: „DAS ist das Erste, was man sieht“

Bei ihrem München-Besuch hat eine Frau aus Berlin eine Erfahrung gemacht, die sie völlig perplex zurückließ. „Ich höre immer, dass Berlin schmutzig ist und dass dort vieles falsch läuft. Dann kommt man ins ‚reiche‘ München, und DAS ist das erste, was man sieht“, beschreibt sie ihre Ankunft am Hauptbahnhof in einem Twitter-Beitrag. Der Grund für die Verstörung der spanischsprachigen Dame (daher wurde ihre Einordnung ins Deutsche übersetzt, d. Red.) ist eine repräsentative Skizze, die an Münchens Knotenpunkt aushängt.

An einem Gitter befestigt, soll die „Grafik“ den Passagieren Orientierung auf dem Weg zu U- und S-Bahn bieten. Die Symbole der hoch frequentierten Fortbewegungsmittel sind ordnungsgemäß aufgemalt, allerdings mit einem Filzstift - auf Papier. Ebenso die stilisierte Treppe, die den Fahrgästen den Weg weisen soll. Da ist der Besuch aus Berlin dann schon mächtig verwundert. Um das Klischee zu bemühen: In München sollte doch eigentlich das nötige Kleingeld vorhanden sein, um ein „richtiges“ Schild aufzuhängen.

Auf Twitter sorgt der Schnappschuss für reichlich Belustigung. „Das ganze Zentrum von München ist eine einzige Baustelle“, kommentiert eine Nutzerin. Eine andere zeigt sich traurig, die kuriose Orientierungshilfe bislang nicht wahrgenommen zu haben.

„Neuer“ Hauptbahnhof könnte gängigen München-Klischees eher entsprechen

Bis der „neue“ Hauptbahnhof fertig ist, wird es noch einige Jahre dauern. Das lässt sich nach einem Besuch auf der Großbaustelle erahnen. Für einen hohen dreistelligen Millionenbetrag soll ein gigantischer Koloss aus Stahl und Glas entstehen, der eher gängigen Klischees über München entsprechen könnte. „Das neue Empfangsgebäude ist ein architektonisches Highlight“, übt sich die Deutsche Bahn nicht gerade in Zurückhaltung.

Auch interessant

Kommentare