Skurrile Attacke: Auch Socken flogen

Mann wirft am Hauptbahnhof Unterwäsche auf Polizisten

München - Bei einer Prügelei zwischen zwei Betrunkenen am Hauptbahnhof ist ein Schlichter verletzt worden. Gegenüber der Polizei griff einer der Raufbolde zu einer skurrilen Waffe.

Sie wälzten sich am Boden und schlugen aufeinander ein: Zwei 20 und 24 Jahre alte Betrunkene haben sich am frühen Dienstagmorgen am Münchner Hauptbahnhof geprügelt. Dabei verletzten sie einen 18-Jährigen, der eigentlich nur schlichten wollte, wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte. Auf der Wache der Bundespolizei kam es dann zu einer skurrilen Attacke: Einer der Männer warf seine Socken und Unterwäsche auf die Beamten.

Laut den Beamten hatte ein Bahn-Angestellter gegen 0:45 Uhr der Polizei eine Schlägerei am Gleis elf gemeldet. Als die Beamten eintrafen, lagen die beiden Schläger raufend am Boden. Ein 18-Jähriger versuchte, die beiden Männer zum Aufhören zu bewegen. Dabei wurde er leicht verletzt.

20-Jähriger tritt gegen Beamte und beschimpft sie

Die Polizisten trennten die beiden Raufbolde. Die beiden sind laut den Beamten Asylbewerber aus Somalia, der Schlichter stammt ebenfalls aus dem ostafrikanischen Staat. Die Beamten wollten alle drei Männer mit auf die Wache nehmen - doch das passte einem der Schläger gar nicht.

Der 20-Jährige trat gegen die Beamten und versuchte, sie mit dem Kopf zu stoßen. Er spuckte gegen die Polizisten und beschimpfte sie. Der Mann wurde von den Beamten gebeten, Kleidungsstücke für eine Durchsuchung auszuziehen, wie Wolfgang Hauner von der Bundespolizei gegenüber unserem Portal bestätigte. Das nutzte er, um zu einer besonderen Waffe zu greifen: Der Mann warf seine Socken und Unterwäsche auf die Beamten.

Ein Grund für die skurrile Attacke dürfte gewesen sein, dass der 20-Jährige erheblich alkoholisiert war: Ein Test ergab einen Wert von 3,13 Promille beim ihm. Die Polizisten fanden außerdem in einem Datenabgleich heraus, dass der Mann bereits zwei Stunden zuvor wegen einer wechselseitigen Körperverletzung am Bahnhofsvorplatz kurzfristig festgenommen worden war.

Auch sein 24-Jahre alter Kontrahent hatte einiges an Alkohol intus. Bei ihm maßen die Beamten einen Wert von 2,15 Promille. Was genau die Ursache des Streits gewesen war, konnten die Beamten übrigens nicht mehr ermitteln.

Gegen beide Männer ermittelt die Polizei wegen wechselseitiger Körperverletzung. Der 20-Jährige könnte zusätzlich wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte belangt werden.

wei

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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