Blasmusikanten geraten ins Schwitzen

Hofbräuhaus-Kapelle wird Fall für Bundespolizei

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Die Blaskapelle Beratzhausen musste bei ihrem Auftritt im Hofbräuhaus improvisieren.

München - "Lassen Sie ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt", tönt es ständig durch den Hauptbahnhof . Kein Wunder, dass ein einsamer Koffer Aufmerksamkeit erregte. Der Inhalt: verhängnisvoll für eine Musikkapelle.

Ist da vielleicht eine Bombe drin? Oder irgendetwas Illegales? Ein herrenloser Koffer erregte am Münchner Hauptbahnhof die Aufmerksamkeit der Bundespolizei. Sie nahmen das Gepäckstück vorsichtshalber an sich, man kann ja nie wissen.

Als die Beamten den Koffer öffneten, platzte eine Bombe, aber nur eine der Überraschung: Der Inhalt bestand aus Notenblättern der Blaskapelle Beratzhausen aus der Oberpfalz. Na schön, hier waren also die Noten, nur wo waren die Musiker?

Die Bundespolizisten recherchierten kurz und bekamen vom Vorsitzenden der Volksmusikfreunde den entscheidenden Hinweis: Die Musiker hatten an diesem Tag tatsächlich einen Auftritt im Hofbräuhaus.

Dort gerieten sie kurzzeitig ins Schwitzen, als sie bemerkten, dass ihr Koffer mit den Noten fehlte. Sie mussten ihren Auftritt ohne ihre "Gassenhauer" meistern und improvisierten.

Der Kapellenleiter war sichtlich erleichtert, als er nach dem Auftritt die Noten auf der Wache der Bundespolizei abholen konnte.

Auf der Facebook-Seite haben sich die Musiker auch ganz herzlich bedankt.

Bei den Noten handelt es sich teils um überlieferte und handgeschriebene Stücke. Der Verlust hätte die Kapelle sehr geschmerzt. Zur Gaudi der Mitreisenden und aufgrund der Freude über ihre wiedererlangten Notenblätter spielte die Kapelle auf der Rückfahrt im Speisewagen des Zuges auf.

kg

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