Er war sturzbetrunken

Brutaler 1860-Fan am Hauptbahnhof verhaftet

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Die Bundespolizei hat ein waches Auge auf Fußballfans im Hauptbahnhof hat. Deswegen waren Beamte rasch zur Stelle, um einen Hooligan aus Erding aus dem Verkehr zu ziehen.

Erding/München - Mit Sport beziehungsweise Fußball hat das nichts mehr zu tun: Ein 24 Jahre alter Fußballfan aus dem Landkreis Erding hat am Freitagabend im Münchner Hauptbahnhof einen 21-Jährigen heftig angegriffen.

Auch dessen gleichaltrige Begleiterin geriet ins Visier. Die Bundespolizei konnte Schlimmeres verhindern.

Wolfgang Hauner von der Bundespolizei in München berichtet, dass sich der Erdinger in einer Gruppe von rund zehn Fans des TSV 1860 München aufhielt. Die Schlachtenbummler befanden sich gegen 23.30 Uhr am Ausgang Arnulfstraße. Die Gewalt eskalierte, als sich ein Nürnberger (21) näherte, der einen Fanschal von Werder Bremen trug. Begleitet wurde er von einer 21-Jährigen, deren Shirt das Logo des Aufsteigers 1. FC Köln zierte.

Zunächst musste sich das Pärchen Pöbeleien gefallen lassen. Plötzlich griff der Erdinger den Nürnberger an. Dies bemerkte eine Streife der Bundespolizei, die sofort einschritt. Gut, dass die Beamten einen Diensthund mit sich führten. „Schon dessen Präsenz verhinderte eine Eskalation, denn Freunde des 24-Jährigen waren drauf und dran, sich an der Prügelei zu beteiligen“, so Hauner.

Erdinger wehrte sich heftig - und musste weggetragen werden

Der Erdinger wehrte sich heftig gegen seine Festnahme. Immer wieder versuchte er, sich aus dem Polizeigriff zu winden. Schließlich musste er zur Dienststelle getragen werden. Dort wurde ein Alkoholtest vorgenommen, der einen Grund für das Ausrasten lieferte: Mit 2,3 Promille war der junge Mann sturzbetrunken.

Für ihn ist die Attacke noch nicht ausgestanden und wird ein juristisches Nachspiel haben. Nach Angaben Hauners wird wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Der Bremen-Fan zog sich blutige Kratzer an beiden Armen zu. Seine Begleiterin, die vom Angreifer mit großer Wucht weggeschubst worden war, blieb unverletzt. Der Schläger wurde nach erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen.

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ham

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