Auf Höhe der Corneliusbrücke

Münchner Isar soll noch wilder werden

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Das Hochwasser von 2013 förderte diese Betonschwelle an der Corneliusbrücke zu Tage. Sie soll verschwinden.

München - Die Renaturierung der Isar ist ein Riesenerfolg, wie die Menschenmassen an ihren Stränden zeigen. Nun plant das Wasser- und Wirtschaftsamt München etwas, was die Isar noch mehr aufwertet.

Die Renaturierung der Isar ist ein Riesenerfolg, wie im Sommer die Menschenmassen an ihren Stränden zeigen. Auch zwischen Wolfratshausen und München sowie flussabwärts nach Freising wurden Betonwehre abgebaut und neue Isarufer geschaffen.

Nun plant das Wasser- und Wirtschaftsamt München weitere Maßnahmen, die die Isar für Fisch und Mensch attraktiver machen sollen. So ist geplant, die durch das Hochwasser von 2013 freigespülte Betonschwelle an der kleinen Isar bei der Corneliusbrücke „in naher Zukunft in eine raue Rampe umzubauen“. Dann würde das Wasser wie bei einer natürlichen Stromschwelle über Natursteine strömen.

Auch die Wehre in Großhesselohe und unterhalb von Baierbrunn sollen umgestaltet und ebenfalls fischdurchgängig umgebaut werden. Die Isar-Ufer werden darüber hinaus noch naturnäher gestaltet, der Fluss soll mit Buhnen und Kolken neue Strömungsverhältnisse bekommen, „um so wieder eigendynamische Entwicklungen zuzulassen“.

Auch nördlich von München wird weiter daran gearbeitet, aus der verbauten Isar wieder einen Fluss zu machen: Bis 2018 werden bei Ismaning die Ufersteine entfernt. Die Betonschwellen bei Ismaning und Unterföhring wurden in den vergangenen Jahren beseitigt, das Oberföhringer Wehr bekam eine neue Fischtreppe. Der Erfolg: Die Fischarten Nase, Huchen und Barbe wandern wieder.

J. Welte

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