Wetter treibt Besucher nach drinnen

Mega-Schlange in den Ferien: Das empfiehlt das Deutsche Museum

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Die Schlange reichte Dienstagmittag ums halbe Haus.

Wegen des schlechten Wetters rannten die Besucher dem Deutschen Museum am Dienstag die Bude ein. Die Folge: eine Mega-Schlange.

München - Da könnte einem fast die Lust auf die Ferien vergehen… Was für ein Besucherstau Dienstag am Deutschen Museum! Hunderte Besucher standen bei Schmuddelwetter in einer Mega-Schlange bis zur Kasse: Sie hatten sich das Museum ausgesucht, um in den Ferien Spaß trotz Regen zu haben. Einige gaben gleich entnervt auf und drehten um. Was war da los?

Tatsache: Online-Tickets konnte man nicht kaufen – auf der Internetseite hieß es: „Der Dienst ist vorübergehend nicht erreichbar.“ Also vor Ort anstehen und warten: Münchner und Touristen verbrachten bis zu einer Stunde in der Schlange, um an ein Ticket zu kommen.

„Wir stoßen an ein Kapazitätsproblem“

Ein weiteres Problem: das provisorische Kassenhäuschen im Hof des Museums mit einer maximalen Besetzung von drei Personen. Hintergrund: Derzeit wird das Museum saniert. Bei ordentlichem Andrang kann es an den Kassen im Blech-Häusl eng werden. „Wir stoßen ab gewissen Besucherzahlen an ein Kapazitätsproblem, was Ticketverkauf und Einlass angeht“, sagte ein Sprecher.

Dieses „gewisse Kapazitätsproblem“ probieren wir zurzeit aus. Denn: Am Osterwochenende habe man den größten Besucherandrang seit Oktober 2015 (mit mehr als 20.000 Besuchern) gehabt. Und bis zu echter Entlastung dauert es noch: Erst 2019 soll der neue Eingangsbereich seine Pforten öffnen.

Auf der Karte sehen Sie rot markiert den Wartebereich.

Von Museumsseite gab es für die verbleibenden Osterferien immerhin ein wenig Entwarnung. Der ganz große Ansturm sei vorbei. Bleibt zu hoffen, dass sich damit auch die Wartezeiten verkürzen. Das Deutsche Museum empfiehlt grundsätzlich eh, so früh wie möglich zu kommen (Einlass 9 Uhr).

Und falls es doch zu langen Schlangen kommt, kann man erst mal ja auch auf ein anderes Museum ausweichen. Bei den Pinakotheken und dem Lenbachhaus ist laut Angaben der Häuser derzeit nicht mit erhöhten Wartezeiten zu rechnen. 

Schlangen-Gespräche

War zu erwarten: „Mehr als eine Stunde anstehen – das ist uns definitiv viel zu lang. Es sind Ferien, das Wetter ist schlecht, da ist es doch zu erwarten, dass es voll werden wird. Ausgerechnet dann werden der Online-Ticket-Shop gewartet und viel zu wenig Kassen geöffnet.“ Maximilian (67) und Thomas Eichler (36) mit Niklas (6), Augsburg


Mehr Kassen: „Nur unserer Tochter zu liebe haben wir uns angestellt. Wir freuen uns auf die Flugzeugausstellung und die Wärme im Museum. Man friert ganz schön ein, wenn man so lange rumsteht — und das bei dem Wetter. Mehr Kassen wären gut gewesen.“ Alexander (44), Angelika (49) und Jennifer Jagdhuber (9), Landkreis Mühldorf


Wir warten gern: „Wir stehen seit einer halben Stunde und haben die Hälfte der Schlange geschafft. Aber wir haben ja Zeit. Unsere Enkel haben sich den Besuch so sehr gewünscht, da warten wir gern. Von Freising aus sind wir ja auch schnell in München.“ Christa (64) und Karl-Heinz (70) Kirchmann mit Tim (10) und Jason (12), Freising

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D. Laska, T. Buchka

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