Der Grund dafür ist typisch deutsch ...

Nächtliches Alkoholverbot am Hauptbahnhof verschoben

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Das Alkoholverbot am Hauptbahnhof tritt noch nicht in Kraft.

München - Das von der Stadt München verhängte Alkoholverbot am Hauptbahnhof sollte am Mittwoch in Kraft treten - tut es aber nicht. Der Grund: Ein Formfehler.

Peinlich, peinlich! Wegen eines Formfehlers trat am Mittwoch das von der Stadt verhängte nächtliche Alkoholverbot rund um den Hauptbahnhof nicht in Kraft! Nun soll die Anti-Schluck-Verordnung mit zehn Tagen Verspätung kommen.

Kleine Ursache, große Wirkung: Die Stadt hatte die neue Verordnung, die zwischen 22 Uhr und 6 Uhr den Verzehr alkoholischer Getränke auf den Straßen rund um die Verkehrsstation verbieten sollte, am Dienstag im Amtsblatt der Stadt München veröffentlicht. Die Verordnung besteht aus einem zweiseitigen Text und einem Lageplan, der eine dritte Seite füllt. OB Dieter Reiter (SPD) hatte den Plan unterschrieben, nicht aber den Verordnungstext. Die Polizei kann laut Rathaus die Alkoholverordnung so nicht vollziehen, da ihr die Rechtsgrundlage fehle. Wer für den Fehler zuständig ist, war am Mittwoch unklar.

Nun soll das Malheur nachgeholt werden: OB Reiter wird nun auch den Verordnungstext unterschreiben und dann wird das Alkoholverbot nochmal im Amtsblatt der Stadt veröffentlicht. Dies passiert aber nur alle zehn Tage, sodass das Trinkverbot nun nochmal am 20. Januar veröffentlicht, somit tritt es dann am 21. Januar in Kraft.

Auch die Bahn wollte zeitgleich mit der Stadt den nächtlichen Verzehr von Alkohol im Bahnhofsgebäude per neuer Hausordnung verbieten. Laut Bahnpolizei wurde auch dieses Verbot am Mittwoch kassiert und soll ebenfalls mit zehntägiger Verspätung kommen.

Johannes Welte

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