Zoff um Projekt

CSU kritisiert Verstetigung des Radwegs an der Fraunhoferstraße: „Tatsachen durch die Hintertür“

Ungewohnt bequem haben es Radler an der Fraunhoferstraße, seit hier ein roter Radweg abmarkiert wurde. Die Parkplätze mussten dafür weichen.
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Ungewohnt bequem haben es Radler an der Fraunhoferstraße, seit hier ein roter Radweg abmarkiert wurde. Die Parkplätze mussten dafür weichen.

Die Fraunhoferstraße bleibt ein Politikum. Der Stadtrat hatte am 26. Juni 2019 einen einjährigen Verkehrsversuch beschlossen. In dessen Zuge wurden in beiden Richtungen rote Fahrradstreifen angebracht. Für die rund 2,30 Meter breiten Spuren mussten auf 500 Metern die Stellplätze zwischen der Müllerstraße und dem Bereich Baader-/Reichenbachstraße weichen.

Das stieß nicht überall auf Zustimmung. Die Stadt wollte nach einem Jahr Testversuch Bilanz ziehen, die CSU im Stadtrat kritisiert nun, dass das immer noch nicht erfolgt ist. Sie spricht von Tatsachenschaffen durch die Hintertür.

Nach wie vor seien die Probleme an der Fraunhoferstraße auf die völlig übereilte Realisierung der Radwege durch SPD und Grüne zurückzuführen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Interessen der Menschen vor Ort seien bei der Umgestaltung der Straße bis heute nicht angemessen berücksichtigt worden. Dies habe fatale Folgen – bis hin zu Geschäftsaufgaben.

Die Stadtverwaltung wird nun abermals aufgefordert, die Ergebnisse des im Juli 2020 abgeschlossenen Verkehrsversuchs offenzulegen und hier Vorschläge zu unterbreiten. Zugleich bittet die CSU mit Nachdruck um unverzügliche Beantwortung bereits gestellter Anträge.

„Die unter Verschluss gehaltenen Ergebnisse des Verkehrsversuchs in der Fraunhoferstraße seitens der Stadtverwaltung sind eine fortgesetzte Missachtung des Stadtrats“, schimpft CSU-Chef Manuel Pretzl. „Wir brauchen eine dauerhafte Lösung, die nicht einseitig zulasten der Anlieger geht. Daher fordere ich: Lassen Sie uns gemeinsam über die künftige Gestaltung des Verkehrsraums in der Fraunhoferstraße diskutieren. Fair und für jeden mit dem gleichen Informationsstand.“

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