Am Hauptbahnhof

Fürstenfeldbrucker lässt Welpen-Handel auffliegen

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Diese süßen Hundewelpen sind jetzt in der Obhut des Tierheims.

München - Fünf Hundewelpen, die ein 54-Jähriger am Hauptbahnhof verkaufen wollte, konnte die Bundespolizei am Dienstagabend in die Obhut des Münchner Tierheimes überführen.

Die Hündchen sind höchstens zwei oder drei Wochen alt, schauen erst seit wenigen Tagen aus großen blauen Welpen-Augen in die Welt. Einem skrupellosen Hundehändler war das völlig egal: Mitten im Hauptbahnhof versuchte er am Dienstagabend, die fünf Hundekinder an Passanten zu verkaufen.

Ein weiterer Auswuchs der rumänischen Bettelmafia, den die Bundespolizei gerade noch verhindern konnte. Um 20.40 Uhr machte Taxiunternehmer Peter R. aus Fürstenfeldbruck (57; Name geändert) eine Streife der Bundespolizei auf den Händler aufmerksam. Er hat selbst Hunde und beobachtete empört, wie der Rumäne mehrfach in einen Plastiksack griff und die Hundebabys Passanten zum Kauf anbot.

Händler gehörte offensichtlich zur rumänischen Bettelmafia

Zwei der fünf süßen Welpen, die der Hundehändler am Hauptbahnhof verkaufen wollte

Der Mann wurde festgenommen! Auf der Wache wurde dann die höchst lebendige „Ware“ sortiert: Zwei hellbraune, zwei schwarze und ein beiges Hündchen, lustige Mischungen zwischen Pekinese, Spitz und Dackel – eifrig umsorgt von der Hündin, die der Rumäne glücklicherweise an der Leine mitgeführt hatte.

Im Münchner Tierheim wird die Hundefamilie gerade liebevoll umsorgt. Die Welpen werden vermutlich in einigen Wochen in gute Hände abgegeben. Denn der Besitzer der Hündin ist laut Papieren zur Fahndung ausgeschrieben. Der Händler behauptet, nur auf die Tiere aufgepasst zu haben. Er gehört offensichtlich zur rumänischen Bettelmafia und wurde mehrfach mit den Hunden in der Landwehrstraße beobachtet. Er bekam eine Anzeige und durfte danach wieder gehen.

Warnung der Bundespolizei

Der Tierrettungsdienst stellte fest, dass die fünf Geschwister gesund sind. Das ist leider nicht immer der Fall. Die Polizei warnt dringend vor dem Ankauf solcher Tiere, die auf der Straße und in Bahnhöfen für wenige Euro angeboten werden. Man unterstützt damit nur den illegalen, gewissenlosen Tierhandel – zumal die Hunde meist nicht geimpft und oft krank sind und viel zu früh von der Mutter getrennt werden.

Rufen Sie – wie Peter R. – sofort die Polizei. So können die Tiere gerettet und die Täter gefasst werden.

Weitere Informationen zum illegalen Handel mit Hundewelpen gibt es auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Dorita Plange

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