Faschingsvorbereitung

Nur Mutige kaufen ihr Kostüm am Gärtnerplatztheater 

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Ein etwas anderer Engel: So ganz genau weiß Ralph Vogt nicht, was er da trägt, ohnehin findet er das güldene Anzüglein zu luftig. Er hat es nicht gekauft.
Kostümverkauf am Gärtnerplatztheater.
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Kostümverkauf am Gärtnerplatztheater.
Kostümverkauf am Gärtnerplatztheater.
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Kostümverkauf am Gärtnerplatztheater.
Kostümverkauf am Gärtnerplatztheater.
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Kostümverkauf am Gärtnerplatztheater.
Kostümverkauf am Gärtnerplatztheater.
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Kostümverkauf am Gärtnerplatztheater.
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Kostümverkauf am Gärtnerplatztheater.
Kostümverkauf am Gärtnerplatztheater.
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Kostümverkauf am Gärtnerplatztheater: Katrin Weis.
Kostümverkauf am Gärtnerplatztheater.
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Kostümverkauf am Gärtnerplatztheater: Gerhard Grail kam extra aus Österreich. 

München - Der Fasching läuft – und wo könnte man ein besseres Kostüm finden als in einem Theater? Entsprechend groß war der Andrang am Samstag beim Lager des Gärtnerplatztheaters, das wieder einen Teil seines Kostümbestands verkauft hat.

850 Leute kamen, 1500 Kostüme gingen weg. Freilich endete nicht jede Anprobe mit einem Kauf, denn so manches Kostüm verlangt dem Träger doch viel Mut ab. Wir haben mit einigen Mutigen gesprochen.

1 Ralph Vogt, 27, Programmierer aus München: „Ich suche noch ein Faschingskostüm für die kommende Saison. Ob es das hier allerdings wird, bezweifele ich. Wenn ich ganz ehrlich bin, wurde ich dazu genötigt, es anzuprobieren. Das Kostüm soll anscheinend eine Art Engel darstellen, die Flügel dazu konnte ich allerdings nicht finden. Der Goldanzug ist zwar einzigartig, aber man braucht auch ganz schön Mut, denn man zeigt schon viel Haut. Deswegen ist es auch für die momentanen Temperaturen nur sehr bedingt geeignet. Hier gibt es ja aber zum Glück genug Auswahl, um etwas Passenderes zu finden.“

2 Gerhard Grail, 42, Angestellter aus Krems (unterwegs mit seinem Spezl Markus Zeller, 41, Landwirt aus Krems):  „Ich verkleide mich gerne und gehe immer wieder zu Veranstaltungen, für die man Kostüme braucht. Zuhause habe ich schon einen eigenen kleinen Fundus – der soll heute erweitert werden. Für den Kostümverkauf bin ich extra aus Österreich angereist. Das Sumoringer-Kostüm gefällt mir sehr gut. Es ist sehr bequem, zwar auch etwas schwer, aber daran gewöhnt man sich schnell. Behalten werde ich es auf jeden Fall, hoffe aber, dass ich auch noch die passende Kopfbedeckung dazu finde. Dieses Kostüm bleibt sicher nicht das einzige, dass ich hier heute mitnehme. Die Anreise aus Österreich hat sich also auf jeden Fall gelohnt.“

3 Felicity Zickenheimer, 26, Designerin aus München: „Ich brauche gar kein Kostüm und bin eigentlich nur hier, weil ich das Gärtnerplatztheater und die Kostüme so toll finde. Ich komme jedes Jahr zum Kostümverkauf und nehme meistens nur eine Kleinigkeit mit. Dieses Kleid für 80 Euro ist mir trotzdem sofort ins Auge gesprungen und ich musste es einfach anprobieren. Es ist wirklich sehr schön, aber ich habe überhaupt keinen Anlass, zu dem ich es tragen könnte. Um es nur in den Schrank zu hängen, ist es mir dann doch zu teuer. Es bleibt also vermutlich hier.“

4 Johanna Maria Strauß, 24, Studentin aus München: „Ich bin jemand, der sehr gerne bunte Farben trägt, da bin ich hier genau richtig. Letztes Jahr wollte ich auch schon herkommen, bin aber nicht mehr reingekommen. Dieses Jahr hat es zum Glück geklappt. Generell mag ich Kostüme sehr gerne und gehe auch auf Mittelaltermärkte. Heute suche ich allerdings etwas für Fasching. Der Kopfschmuck trägt sich wirklich sehr angenehm und man gewöhnt sich schnell an ihn. Außerdem sind knapp 30 Euro ein guter Preis. Ich weiß zwar noch nicht genau, für welches Kostüm man ihn verwenden könnte, aber da fällt mir sicher noch etwas ein.“

5 Katrin Weis, 26, Bibliotheksangestellte, München: „Ich gehe viel auf Mittelaltermärkte und Fantasy-Veranstaltungen und dachte, hier finde ich vielleicht ein paar außergewöhnliche Kostüme, die ich dort tragen kann. Das Kleid ist sehr schön und auch überraschend bequem. Aber leider ist es etwas zu groß und gerade für Veranstaltungen auch ziemlich unpraktisch. Mit der Schleppe kann ich mich alleine fast nicht bewegen, die muss immer jemand tragen. Ständig auf Hilfe angewiesen zu sein, nur um mal ein paar Meter zu gehen, wäre nicht so mein Ding. Ich werde also weiter suchen, hier gibt es ja so viel, da finde ich sicher etwas Praktischeres.“    

Annika Schall

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