Großer Theater-Verkauf

So lief die Jagd auf die Gärtnerplatz-Kostüme

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Riesen-Andrang vor dem Gärtnerplatztheater: Ab sechs Uhr morgens standen die ersten Kunden an.

München - Historische Gewänder, Hüte und Taschen: Am Samstag stand der große Kostümverkauf des Gärtnerplatztheaters an. Ab sechs Uhr morgens warteten die ersten Schnäppchenjäger. 

Kostüme auf 90 Metern! Am Samstag gab’s ganz schön was zu Stöbern für die Besucher: Das Gärtnerplatztheater verkaufte an seinem derzeitigen Ausweichstandort in der Frankenthaler Straße in Giesing 50 Kleiderständer mit historischen Gewändern, Kleidern, Hüten & Co.

1300 Kostümjäger waren da, die ersten warteten ab 6 Uhr morgens. Um 10 Uhr ging es los: Dann wurden die Besucher in Kleingruppen eingelassen – pünktlich zur Faschingszeit wühlten sie sich durch die riesige Klamottenauswahl in allen denkbaren Farben und Formen.

 „Der Kostümverkauf war wieder ein Irrsinns-Erfolg – und hat ja mittlerweile Tradition“, freut sich Margarita Alber, Sprecherin des Gärtnerplatztheaters.

Für 5 bis 250 Euro waren die begehrten Teile zu haben – von Ballettschläppchen über Hemden, Tücher und Taschen war alles dabei, was der Theaterfundus hergab.

Darunter auch einzelne Teile aus vielen Produktionen – wie etwa 40 Ganzkörperschlafsäcke aus Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny.

Die tz hat sich beim Verkauf umgesehen und ein paar Besucher bei der Anprobe begleitet. 

Extra aus Stuttgart

Sandra Bergmann (42) ist extra aus Stuttgart angereist. Die Biologin und ihre Schwester haben zwei riesige Tüten mit mittelalterlichen Kostümen ergattert: „Meine Schwester braucht die für ihre Stadtführungen durch München“, verrät die 42-Jährige. Sie selbst hat sich für 50 Euro ein originelles Clowns-Kostüm für Fasching herausgesucht: „Ich finde es spannend, dass die Kleidung schon im Theater getragen wurde.“

Monster in Grün

Das Schlammmonster-Kostüm hat’s Oliver Tüting (43) angetan. „Es ist total bequem, auch wenn’s nicht so aussieht“, erklärt der Apotheker aus München. „Luft krieg ich auch – allerdings könnte es ein wenig heiß werden, wenn sich die Faschingsparty nach innen verlagert.“ 130 Euro hat ihn das Stück gekostet, es stammt aus dem Sommernachtstraum.

4 Stunden Anprobe

Zwei Stunden hat Anna W. (17) auf Einlass gewartet, dann vier Stunden lang anprobiert. Der Aufwand hat sich gelohnt: „Ich habe für 250 Euro zwei Kleider, zwei Jacken und zwei Paar Schuhe gekauft“, sagt die Auszubildende aus München. Anna ist ein großer Musical-Fan und spielt auch selbst gerne in den Stücken mit: „Dafür brauche ich immer Kostüme – außerdem trage ich sie auf Mottopartys und natürlich zum Fasching.“

Voll im Trend

Peter Schalch aus Benediktbeuern ist Feuerwehrmann. Da stehen zur Faschingszeit natürlich jede Menge Feiern an – und dafür hat er noch ein ausgefallenes Outfit gebraucht. Mit der lustigen rosa Pumphose liegt er sogar im Trend: Pastell ist im Frühjahr total angesagt. „Für das Teil hab’ ich nur 55 Euro bezahlt“, sagt der 42-Jährige

Christina Meyer

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