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Gastro-Tipp

Speisecafé Sichtbar: Neuanfang im Glockenbachviertel

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Kaffee, Kuchen und angesagte „Buddha Bowls“ bietet Imre Rohaly in seinem Speisecafé Sichtbar an der Fraunhoferstraße an. 

Zunächst dachte der Besitzer des früheren „Kaffee & mehr“ am Viktualienmarkt über einen Weggang aus München nach. Zum Glück aller Münchner hat er sich dagegen entschieden und einen Neustart gewagt.

Ein Jahr lang war Gastronom Imre Rohaly (49) quasi heimatlos – nach fast 17 Jahren hatte er kein Lokal mehr: Im vergangenen Sommer musste er sein „Kaffee & mehr“ am Viktualienmarkt schließen. Die Kirchenstiftung Heilig Geist, die der stadtbekannte Pfarrer Rainer Maria Schießler leitet, hatte den Mietvertrag nicht verlängert – weil man selbst ein „pastorales Konzept“ in den Räumen plante. „Ich habe erst überlegt, nach Hamburg zurückzugehen“, sagt Rohaly, ein gebürtiger Hanseat. Doch nach all den Jahren sind ihm die Münchner ans Herz gewachsen. Er blieb – und startet jetzt wieder durch. Anfang Juni eröffnete er das Speisecafé Sichtbar in den Glockenbachsuiten nahe der Reichenbachbrücke (Isarvorstadt).

Langsam spricht sich die frohe Kunde rum, einige alte Stammgäste haben den Weg ins neue Lokal schon gefunden. In der Vitrine: die bekannten Kuchen von früher. Apfel-Schmand, Käse-Mohn, New York Cheesecake... Nur an andere Preise müssen sich die Gäste gewöhnen, denn im neuen Lokal muss Rohaly erwartungsgemäß mehr Miete zahlen und dementsprechend etwas mehr von seinen Gästen verlangen. Dennoch will der 49-Jährige weiterhin eine Anlaufstelle für jedermann bieten. „Hier kann man auch einfach nur einen Kaffee oder einen Spritz trinken“, sagt er. Ein Cappuccino kostet 2,90 Euro, ein Aperol-Spritz 6,90 Euro, ein Tegernseer Helles (0,33 Liter) 2,80 Euro.

Eine Terrasse gibt es auch

War früher nur tagsüber geöffnet, herrscht jetzt bis spätabends Betrieb. Morgens werden Klassiker angeboten wie das „Französische Frühstück“ mit Croissant, Marmelade und Butter für 3,20 Euro. Zudem gibt es hausgemachtes Bircher-Müsli mit Obst (5,20 Euro), Rühreier (4,20 Euro), frisch gepressten Orangensaft (0,2 Liter 3,20 Euro).

Neu auf der Speisekarte: „Buddha Bowls“ (8,90 bis 10,50 Euro, mittags 7,90 Euro), also Essen aus der Schüssel; etwa mit Avocado, Bulgur, Kichererbsen, Tomate, Salat, Minze und Tahin-Dressing. „Das ist letztendlich auch nichts anderes als ein Salat, aber modern angerichtet“, sagt Rohaly und lacht. „Da haben wir uns einfach ein bisschen am Zeitgeist orientiert.“ Das gilt ebenso für die Einrichtung. Wo das alte Lokal eher rustikal anmutete, herrscht jetzt modernes Blau vor: Vliestapete und Samtsessel in der Trendfarbe, dazu kupferfarbene Lampen. 40 Sitzplätze gibt es innen, 30 auf der Terrasse an der Fraunhoferstraße.

Neue Optik, neuer Name, Service statt Selbstbedienung – „jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt“, sagt Rohaly. „Auch wenn ich mit einem Lächeln an die alten Zeiten denke.“ Dementsprechend freut er sich über jedes bekannte Gesicht. Denn im vergangenen Jahr haben viele Stammgäste für den Erhalt seines Cafés am Viktualienmarkt gekämpft, Briefe an das Ordinariat geschrieben und sogar eine Unterschriftenaktion gestartet – wenn auch letztlich vergebens. „Das hat mich natürlich sehr gefreut. Da habe ich gemerkt, dass die Leute immer gerne da waren.“ Und so soll es auch im neuen Café sein.

Das Speisecafé Sichtbar: an der Fraunhoferstraße 43 in den Glockenbachsuiten ist täglich geöffnet: Sonntag bis Donnerstag von 9 bis 24 Uhr, Freitag und Samstag von 9 bis 1 Uhr.

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