Endlos-Sperrung an der Paul-Heyse-Straße

Diese Geisterbaustelle ärgert Anwohner und Autofahrer

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Auf beiden Seiten des Hotels sind Fahrbahnen gesperrt. Der Ampelmast rechts müsste übrigens nur versetzt werden.

München - Es gibt Baustellen, da kommt man beim Vorbeischlängeln aus dem Staunen nicht mehr raus. Nicht, weil da Bauarbeiter so wild werkeln würden. Nein, im Gegenteil: Weil sich dort oft seit Wochen einfach nichts tut.

Ein perfektes Beispiel für eine solche Geister-Baustelle findet sich derzeit an der Ecke Paul-Heyse-Straße/Schwanthalerstraße. Eigentlich scheint hier schon längst alles fertig zu sein, um die Fahrbahnen (nach fast zwei Jahren!) wieder freizugeben. Aber stattdessen zwängt sich der Verkehr weiter durch die enge Kreuzung. Staus inklusive! Warum das alles? Weil das Baureferat noch keine Zeit gefunden hat, die Ampel umzustellen. Kein Witz!

Hier ist zu sehen, wie Gäste den „Parkplatz“ nutzen.

Aber fangen wir vorne an: Über zwei Jahre ist es nun her, dass an dem vielbefahrenen Straßeneck der Bau eines neuen Hotels begann. Klar, dass da bei den Abrissarbeiten des alten Gebäudes gleich zu Beginn Fahrbahnen abgesperrt werden mussten. Das Bauunternehmen stellte einen dementsprechenden Antrag beim KVR. Genehmigt! Dann – Monate später – mussten noch neue Leitungen, Fernwärmerohre verlegt werden. Klar, auch in Ordnung. Doch irgendwann schien die Baustelle einfach nicht mehr verschwinden zu wollen. So richtig begannen sich Anwohner dann zu wundern, als das Hotel sogar schon seine Pforten für Gäste öffnete – und die gesperrten Fahrbahnen (sowohl an der Paul-Heyse- als auch an der Schwanthalerstraße) einfach als An- und Abfahrtszone für Gäste benutzte. Der Verkehr staute sich derzeit weiter jeden Tag an der stark befahrenen Kreuzung.

Die tz fragte diese Woche nach, was es mit den Geister-Fahrbahnen auf sich hat. Die Antwort des KVR: Die Baustelle sollte ursprünglich schon am 1. Juli wieder zurückgebaut werden. Nur: Dann fiel auf, man müsse noch ein Stromkabel verlegen. Das kostete wieder ein paar Tage. Und jetzt? Jetzt sei zwar alles fertig, aber das Baureferat habe anscheinend noch nicht die Zeit gefunden, den Ampelmasten wieder ganz nach rechts zu bewegen. Das Hotel wird’s freuen. Wer hat schon eine solche Gäste-Einfahrt mitten im Zentrum von München? Da kann man nur staunen …

Melden Sie irre Baustellen!

Kennen auch Sie eine Baustelle in München, wo nichts weitergeht? Oder die keinen Sinn zu machen scheint? Dann schreiben Sie uns und schicken uns bitte Bilder von dem Ärgernis. Entweder per E-Mail an lokales@tz.de oder per Post an tz-Redaktion, Betreff: Baustellen, Paul-Heyse-Straße 2-4, 80336 München. Gleich vorweg: Wir können uns nicht um jeden Fall kümmern – werden aber unser Bestes geben!

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