Kunst in luftiger Höhe

Elser-Graffito: Künstler erklärt, warum Regen und Sturm nicht das Schlimmste sind

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Das Grafito wächst und gedeiht.

Das Georg-Elser-Graffito am Pressehaus der tz und des Münchner Merkurs wird immer größer. Künstler Won ABC erklärt, was noch schlimmer ist als Wind und Wetter.

München - Es hat geregnet, gestürmt, geblitzt, gedonnert, und zuletzt hat die Sonne erbarmungslos heruntergebrannt. Für Won ABC ist das sein Arbeitsalltag in zwanzig Metern im Korb des Steigers. Trotz widrigster Umstände hat er nach und nach das Porträt von Georg Elser entstehen lassen.

Ganz so alltäglich war das heftige Gewitter vom Sonntag allerdings nicht, wie er gesteht: „Ich habe kurz überlegt, ob der Korb des Steigers als Faradayscher Käfig dient. Bin mir da aber nicht so sicher.“ Passiert ist zum Glück nichts, und so konnte er die zentrale Figur an der Fassade im Hof des Verlagshauses von tz und Münchner Merkur auf die Wand sprühen.

„Porträts sind die Königsklasse der Malerei“, erklärt der Streetart-Künstler und Absolvent der Kunstakademie. „An der Wand ist das insofern schwierig, weil man immer ganz nah dran ist und leicht die Orientierung verliert. Da können die Proportionen schnell nicht mehr stimmen.“ Schlimmer als Regen und Sonne kann da der Wind sein. „Wenn man sprüht, und es kommt ein Windstoß daher, dann kann schon einmal was danebengehen.“

Won ABC hilft dabei, auf der Wand einen großen Münchner zu verewigen.

Das Porträt Elsers krönen noch lauter kleine Figuren, Bomben in KZ-Uniformen, die sich selbst durch einen Eierschneider pressen. Won ABC dazu: „Georg Elser war sich auf jeden Fall bewusst, dass seine Aktion ein Himmelfahrtskommando sein könnte.“

Unsere Streetart-Webcam

Wie das Graffito entsteht, erfahren Sie unter diesem Link. Im Interview erzählt Künstler Loomit, wie er an dem über 20 Meter hohen Kunstwerk arbeitet.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Ludwigsvorstadt – mein Viertel“.

as

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