"So eine schöne Kneipe will jeder machen"

Neue Wirtsleut für Kultboazn Geyerwally

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Wer was wird, wird Wirt: Max Heisler (l.) und Florian Seibstock legen in der Geyerwally los.

München - "Im Grunde bleibt alles so, wie es ist", verspricht Maximilian Heisler. Er übernimmt zusammen mit vier Spezln die Kult-Boazn Geyerwally.

Der Kitsch bleibt. Der Original-Fünfziger-Jahre-Tresen bleibt. Das Geyerwally-Plakat bleibt. „Im Grunde bleibt alles so, wie es ist“: Das verspricht der neue Wirt der Geyerwally, Maximilian Heisler. Den kennen die Münchner als Vorsitzenden des Bündnisses bezahlbares Wohnen. Jetzt übernimmt Heisler zusammen mit vier Freunden die Kult-Boazn in der Geyerstraße (Isarvorstadt).

Mit Heisler zusammen ist Florian Seibstock Geschäftsführer. Der Maurermeister und Architekt lebt im Glockenbachviertel und kennt die Geyerwally und ihre Stammgäste. „So eine schöne Kneipe will doch jeder machen“, sagt er ruhig und überzeugt. 2010 hatte Christa Strixner mit ihrem Mann Rainer die Geyerwally übernommen. Heisler kennt die Wirtsleut’ und hat früh erfahren, dass sie die Geyerwally in liebevolle Hände abgeben wollen. Hände, die das Lokal nicht verändern. „Wir wollen ein musikantenfreundliches Wirtshaus sein, in dem am Wochenende auch mal musiziert wird“, sagt Seibstock. Seit 1957 gibt’s die Boazn – und den Stammgästen wird’s gefallen, dass hier bald auch Musik aufgespielt wird. Christa Strixner wird den unerfahrenen, neuen Wirtsleute in den ersten Monaten helfen und sich langsam zurückziehen.

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Montag Abend stand für die fünf Freunde die Unterschrift unter einen Jahresvertrag an. Jetzt hat die Geyerwally auf unbestimmte Zeit für Renovierungsarbeiten zu. „Im Gastraum lassen wir alles so, wie es ist. In der Küche und im Lagerraum wird renoviert“, sagt Seibstock. Zwei bis vier Wochen wird geschlossen sein. „Eine Eröffnungsparty wird es nicht geben. Wenn wir fertig sind, dann sperren wir einfach auf“, sagt Heisler.

An diesem ersten Abend werden alle neuen Wirte hinter dem Tresen stehen: Heisler, Seibstock, der Tontechniker Johannes Tochtermann, HUT-Stadtrat Wolfgang Zeilnhofer-Rath und der Volkskundler Daniel Habit. Nicht zu vergessen: Christa und Rainer Strixner, die alten Wirte. Die Stammgäste müssen nur a bissl zammrücken, für die vielen neuen Wirtsgesichter in ihrem Wohnzimmer.

Jasmin Menrad

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