Freundschaft geht durch den Magen

Großes Thanksgiving-Fest bei uns im Pressehaus

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Traumhafte Tradition: Marlene ­Ippen, Gattin von tz-Verleger Dr. Dirk Ippen, lud Austauschschüler aus aller Welt zum Thanks­giving.

München - Das alljährliche Truthahnessen zu Thanksgiving ist für uns Tradition. Dieses Fest lebt von der Internationalität und der Völkerverständigung.

Es ist eine lieb gewordene Tradition bei uns im Pressehaus in der Bayerstraße: das alljährliche Truthahnessen zu Thanksgiving. Wir schreiben mit Absicht nicht Erntedankfest – denn dieses Fest lebt von der Internationalität und der Völkerverständigung. Als Ehrenmitglied des AFS (American Field Service) lud Marlene Ippen, Gattin von tz-Verleger Dr. Dirk Ippen, nun wieder in die Alte Rotation. Und feierte mit Austauschschülern aus aller Herren Länder, die eine Zeit ihres jungen Lebens jetzt in München verbringen. Dazu gesellten sich viele Gastfamilien, Ehrenmitglieder und Vor­stände des Vereins.

Gelebte Völkerverständigung, vor Glück leuch­tende Gesichter, Lachen über gemeinsame Erinnerungen – und köstliche Truthähne. Freundschaft geht durch den Magen …

Marlene Ippen erinnert sich an ihre Zeit als Austauschstudentin in den USA. Genauer: Massachusetts. „Ich hatte ja keinen E-Mail- oder Telefonkontakt zu meinen Eltern im Gegensatz zu heutigen Jugendlichen. Nur handgeschriebene Briefe“, erinnert sie sich im Münchner Merkur. „Meine Gastfamilie lebte wirklich streng puritanisch. Einmal die Woche in die Kirche, Tischgebet, strenge Essenszeiten und natürlich Thanksgiving – das war eine ganz eigene Welt.“ Ein Jahr ohne ihre Familie – doch danach hatte sie quasi eine zweite hinzugewonnen, zu der sie noch bis heute Kontakt hält. „Als ich meinen Mann Dirk geheiratet habe, waren die USA unser erstes Reiseziel, um meine Gasteltern und Gastschwestern zu besuchen“, lächelt Marlene Ippen.

Die derzeitigen AFS-Gastschüler bauen sich gerade ihre zweite Familie auf. Und wie jedes Jahr hat sich auch dieser Jahrgang etwas einfallen lassen: Erst sangen die Schüler als verkleidete Truthähne, dann gab’s ein wunderschönes Schattenspiel. Was die jungen Leute bisher in München erfahren haben und wie es ihnen hier gefällt, lesen Sie hier.

Julie Horowitz (16), USA: "Ich bin seit einem Monat in München. Die Landschaft und die Berge sind unglaublich schön. Wo ich herkomme, ist alles flach. Ich möchte Deutsch lernen, mich über die Flüchtlinge informieren und mich für sie engagieren. In den USA bekommen wir von dem Drama weniger mit."

Melisa Arce Montero (18), Costa Rica: "Ich wohne bei meiner Gastfamilie in Freising. In Costa Rica ist immer Sommer, und ich kann es kaum erwarten, bis es richtig schneit! Deutschland ist sehr strukturiert und diszipliniert. Alle halten sich an Regeln. Hier kann ich mich trauen, abends allein wegzugehen. Toll!"

Isai Velez (16), Spanien: "Ich bin seit 8. September hier. Ich hätte mir die Gebäude höher und die Fläche kleiner vorgestellt. In Spanien sind wir sehr kommunikativ, das ist hier anders. Daran muss ich mich erst gewöhnen. Ich möchte die Kultur hier besser kennenlernen und auch meine näherbringen."

Shiori Kitamoro (16), Japan: "Ich bin noch bis Januar hier. Einerseits werde ich München vermissen, andererseits freue ich mich auf meine Heimat, vor allem auf die Küche. Ich habe hier ein ganz neues Familiengefühl kennengelernt und das erste Mal Ostern gefeiert. Das war spannend!"

Hüseyin Ince

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