Alkoholmissbrauch am Hauptbahnhof

Mann mit fünf Promille - Messgerät streikt

München - Rekordverdächtige Promillewerte haben am Sonntag die Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof in Atem gehalten. Bei einem Mann war sogar ein Messgerät überfordert, das ab fünf Promille streikt.

Sechs gravierende Fälle mit sehr hohen Atemalkoholwerten beschäftigten die Bundespolizei am Sonntag am Münchner Hauptbahnhof. Um 7.30 Uhr wurde eine Deutsche mit starken Ausfallerscheinungen am Querbahnsteig aufgegriffen. Sie hatte zuvor wiederholt Reisende belästigt, beleidigt und zum Teil auch bedroht. Sie war nicht mehr in der Lage die Atemprobe abzugeben und musste aufgrund ihres Zustandes ins Krankenhaus transportiert werden.

Gegen 13.20 Uhr hielten sich am Starnberger Flügelbahnhof zwei Rumänen (38 und 39 Jahre alt) auf. Sie waren völlig orientierungslos. Während bei dem einen die Skala des Atemalkoholgerätes nicht mehr anzeigte - also über 5 Promille - hatte der Jüngere der beiden 4,19 Promille.

Um 15.20 Uhr waren in einem Zug von Nürnberg nach München (ICE 1223) zwei stark alkoholisierte Letten (43 und 47 Jahre alt) schlafend und ohne Fahrschein angetroffen worden. Bei ihnen wurden 4,67 bzw. 4,37 Promille Atemalkohol gemessen.

Gegen 21.15 Uhr war eine 41-jährige Deutsche schlafend auf der Galerie des Hauptbahnhofes aufgefunden worden. Sie schlief so fest, dass die Beamten große Mühe hatten, sie zu wecken. Außerdem führte sie in einem Rucksack erhebliche Mengen Medikamente und Alkohol mit sich.

Die Sendlingerin konnte das Atemalkoholgerät ebenfalls nicht mehr ordnungsgemäß bedienen und wurde aufgrund ihres Zustandes ebenfalls in ein Krankenhaus eingeliefert.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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