Ex-1860-Präsident Dieter Schneider laut Medienbericht gestorben

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Kultkneipe muss schließen

Ende Legende: Hong Kong Bar macht dicht

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Der Eingang in der Kapuzinerstraße 39.

München - Am 31. Januar schließt die Hong Kong Bar – für immer. Der 34 Meter lange Tresen wird dann ausgedient haben - Ende Legende!

Am 34 Meter langen Tresen der Hong Kong Bar an der Kauzinerstraße dürfte wohl fast jeder Münchner schon mal einen Cocktail geschlürft haben. Kein Wunder, gibt es die legendäre Bar bereits seit über 23 Jahren. Doch wer zur späten Stunde seinen Absacker dort noch trinken will, muss sich beeilen: Am 31. Januar schließt die Hong Kong Bar – für immer. Ende Legende!

Florian Riedel muss Abschied nehmen aus der Hong Kong Bar.

Eine traurige Nachricht gleich zu Jahresbeginn: „Es geht nicht mehr. Die Sommermonate waren ein Null-Geschäft, vor allem im vergangenen Jahr, als die monatelangen Bauarbeiten in der Kapuzinerstraße genau vor meiner Tür waren“, sagt Hong-Kong-Chef Florian Riedel. „Ich hatte einen Umsatzverlust von 70 Prozent.“ Obwohl das Lokal, das neben 130 Drinks, 50 Whiskey-Sorten auch kulinarische Klassiker aus Thailand, Vietnam und China anbietet, in der Winterzeit gut besucht ist, kann Riedel das Defizit nicht mehr aufholen.

Im zarten Alter von 17 Jahren hat Florian Riedel, der von allen „Flo“ genannt wird, den ersten Cocktail seines Lebens am Tresen der Hong Kong Bar getrunken. Der heute 35-jährige gebürtige Münchner erinnert sich sogar noch, welcher es war: „White Lady with a pink hat on. Banane, Kokos und einem rosa Hut aus Kirschsaft.“ 13 Jahre später wurde der Gastronom, der vorher im P1 und Zoozie’z gearbeitet hatte, Chef der beliebten Münchner Bar.

Über 120 Plätze standen Riedel im Innenbereich zur Verfügung, draußen sind es 60 – und die konnten im vergangenen Sommer wegen des Lärms und Drecks nicht besetzt werden. „Wir hatten es mit Live-Musik und verschiedenen Partys versucht.“ Der Nachteil an seinem Standort: „An der Isar haben alle bis spät in die Nacht gefeiert – und die Getränke an der Tankstelle geholt.“

Ein Chinese soll der Nachfolger werden, der 300 000 Euro Kosten für die Sanierung reinsteckt. Sein Konzept sei noch nicht ganz ausgereift. Und Flo Riedel will nun erst mal Urlaub machen – das ging ja seit fünf Jahren nicht mehr.

Lang, länger, Hong-Kong-Theke

Mal ganz unabhängig vom Kult-Gefühl in der Hong Kong Bar: Auch mit nüchternen Zahlen wusste der Laden schon immer zu beeindrucken. Insbesondere, was die Theke betrifft: Satte 34 Meter lang ist der Mahagoni-Tresen, der sich durch die Bar zieht. Das ist sogar der längste Tresen der ganzen Stadt. Zum ­Vergleich: Das Rilano No. 6 Lenbach Palais hat 18,70 Meter zu bieten, also etwa die Hälfte – und schon das ist ein ordentliches Trumm!

Krake ist schon weg

Abgetaucht … Das Fischrestaurant Krake in der Schrannenhalle hat nach nur rund einem halben Jahr dicht gemacht. Abends war zwar immer alles paletti, aber tagsüber lief das Geschäft nicht wie erwartet. Deshalb gaben die Gastro-Größen Patrick Bertermann und Marko Huth das Restaurant auf – und machten so Platz für den Szene-Griechen Kytaro (Chef: Leo Arachovitis). Er ist in der Schranne offiziell Untermieter von Feinkost-König Michael Käfer, der einen großen Teil der Hallenfläche bewirtschaftet. Bertermann und Huth hatten die Krake als DAS Fischrestaurant der Stadt etablieren wollen – gewissermaßen als Ergänzung zum Goldenen Kalb (Steaks) und dem Miura (spanische Tapas). Die schicke Eröffnungsparty mit großem Promi-Auflauf im vergangenen Sommer: schon längst wieder Geschichte …

Tina Layes

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