Hotel in München

100-Kilo-Mann zündet Hotelzimmer an und fällt über Polizeibeamte her - sechs Beamten verletzt

Ein 100-Kilo-Mann fiel über mehrere Polizeibeamte her - nachdem er sein Hotelzimmer angezündet hatte (Symbolbild).
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Ein 100-Kilo-Mann fiel über mehrere Polizeibeamte her - nachdem er sein Hotelzimmer angezündet hatte (Symbolbild).

Am Montag erhielt die Polizei München einen Notruf aus einem Hotel im Stadtteil Ludwigsvorstadt. Ein über 100 Kilo schwerer Mann hatte sein Hotelzimmer angezündet. Nach Eintreffen der Beamten griff der Mann sie an und verletzte sie.

  • Eine Mitarbeiterin eines Hotels in München meldete am Montag einen randalierenden Gast.
  • Mehrere Streifen der Polizei München rückten zu dem Hotel aus. Ein über 100 Kilo schwerer Mann hatte sein Hotelzimmer angezündet.
  • Beim Eintreffen der Polizei griff der Mann die Beamten an. Sie konnten ihn nur mit Pfefferspray und unmittelbarem Zwang unter Kontrolle bringen.

München - Eine Mitarbeiterin eines Hotels im Münchner Stadtteil Ludwigsvorstadt meldete am Montag einen randalierenden Gast. Nach dem Notruf rückten mehrere Streifen der Polizei München zu dem Hotel aus. Bei dem randalierenden Hotelgast handelte es sich um einen über 100 Kilo schweren Mann aus dem Raum Mainz. Wie sich herausstellte, hatte der Mann sein eigenes Hotelzimmer in Brand gesetzt.

Er griff die Beamten unvermittelt an. Laut Angaben der Polizei München konnte der Mann nur mit Pfefferspray und der Anwendung von unmittelbarem Zwang unter Kontrolle gebracht werden. Die Beamten brachten ihn aus dem stark verrauchten Hotelgeschoss. Das komplette Hotel musste evakuiert und die Gäste in einem Nachbargebäude untergebracht werden.

Hotel in München: Sechs Polizisten und zwei Hotelgäste erleiden Rauchvergiftung

Aus dem brennenden Hotelzimmer des Mannes drang starker Rauch. Der Rauch ging laut der Feuerwehr München von einer brennenden Matratze aus. Nach Angaben der Polizei München erlitten sechs Beamte und zwei Hotelgäste eine Rauchgasvergiftung. Sie mussten ambulant behandelt werden. Durch die Gegenwehr des 30-jährigen Brandstifters erlitten außerdem zwei Polizeibeamte leichte Verletzungen an den Armen und im Gesichtsbereich. Sie blieben jedoch dienstfähig.

Auch der 100-Kilo-Mann zog sich bei dem Vorfall Verletzungen zu und musste zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Laut Angaben der Polizei München habe der 30-Jährige offenbar massive psychische Probleme, die er gegenüber den Beamten äußerte. Die Polizisten trugen Bodycams, die die Äußerung aufzeichneten. Die psychischen Probleme seien offenbar der Auslöser für die Brandstiftung und den Angriff auf die Polizisten gewesen.

Hotel in München: Sachschaden von 50.000 Euro entstanden

Die Polizei München schließt nach ersten Ermittlungen einen technischen Defekt als Brandursache aus. Im Zimmer des 30-Jährigen fanden sie Anzeichen eines Brandbeschleunigers neben dem Bett. Nach Angaben der Polizei entstand in dem Hotelzimmer ein Sachschaden von circa 50.000 Euro. Durch die Löscharbeiten an dem Hotel in München waren mehrere anliegende Straßen für etwa eine Stunde gesperrt.

Den 30-jährigen Täter brachten die Beamten, nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I, in einem psychiatrischen Krankenhaus unter. Er muss sich wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung verantworten. Der Mann wird dem Haftrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt.

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