Boarding-House in der Landwehrstraße

In dieser Baulücke entstehen 175 Apartments

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Große Lücke: die Baustelle an der Landwehrstraße 75.

Hoppla! Was klafft denn da für ein Riesenloch mitten in der Landwehrstraße im Bahnhofsviertel? Wo früher bei Hausnummer 75 ein großes Bürogebäude stand, herrscht heute gähnende Leere. Außer einem Baugerüst sieht es hier recht nackert aus. Das wird aber nicht lange so bleiben.

München - Laut Planungsreferat entsteht hier ein sogenanntes Boarding-House. Insgesamt sollen 175 Apartments gebaut werden!

Ein Boarding-House hat nichts mit Flughäfen zu tun. Vielmehr sind Boarding-Häuser abgespeckte Hotels – zum Beispiel für Arbeiter, auf lange Zeit hin gesehen. Man nennt so ein Haus auch Beherbergungsbetrieb – hier werden also Zimmer oder Apartments mit hotelähnlichen Leistungen vermietet. Meistens geschieht das in der Großstadt. Anders als in einer Pension oder in einem Hotel ist in einem Boarding-House also ein längerer Aufenthalt geplant. Auf gut Deutsch könnte man also auch „Zuhause auf Zeit“ sagen.

Die Zimmer und Wohnungen in einem solchen Gebäude werden in der Regel vor allem von Firmen genutzt, die über längere Zeit Mitarbeiter für bestimmte Projekte in andere Städte entsenden. Deren Unterbringung in einem Boarding-House soll dann wesentlich günstiger sein als in einem Hotel. Wie die Ausstattung der Zimmer an der Landwehrstraße aussieht, wie groß sie werden, was sie kosten sollen – zu diesen Fragen konnte das Planungsreferat noch keine Auskunft geben. Das Projekt sei noch in der Prüfungsphase, lediglich der Abriss sei bisher genehmigt worden.

Wer hier baut und für wen? Auch dazu macht das Planungsreferat keine Angaben. Am Bauzaun flattert zumindest ein Banner, auf dem www.poettinger.com steht – eine große Münchner Baufirma. Dort war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

tos

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