Aufnahmestopp

Isarklinikum: Keim in Intensivstation!

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Das Isarklinikum an der Sonnenstraße.

München - Das private Isarklinikum an der Sonnenstraße hat wegen eines gefährlichen Klinikkeims in der Intensivstation einen Aufnahmestopp beschlossen.

Das private Isarklinikum an der Sonnenstraße hat wegen eines gefährlichen Klinikkeims in der Intensivstation einen Aufnahmestopp beschlossen. Man gehe jedoch davon aus, dass diese Sicherheitsmaßnahme in wenigen Tagen wieder aufgehoben werden könne, hieß es gestern.

Wie der Ärztliche Direktor Prof. Thorsten Lewalter dem Münchner Merkur bestätigte, sei eine Patientin aus Südosteuropa nach einer Operation an dem gegen Antibiotika weitgehend resistenten Keim erkrankt. Die Frau habe diesen Keim, der in ihrer Heimat verbreitet ist, wahrscheinlich selbst eingeschleppt. Auf der Intensivstation sei es offenbar zu einer Übertragung auf eine weitere Patientin gekommen. Entdeckt worden sei dies am vergangenen Sonntag.

Solche Übertragungen sind meldepflichtig. Das Gesundheitsreferat bestätigte auf Nachfrage, dass die Klinik den Fall am Montagmorgen gemeldet habe und seitdem in Kooperation mit Gesundheitsreferat und Experten des Robert-Koch-Instituts alle notwendigen Maßnahmen treffe.

Wie Lewalter erläuterte, sei die Klinik trotz geschlossener Intensivstation nicht handlungsunfähig. Es gebe noch diverse andere Möglichkeiten, intensivpflichtige Patienten fachgerecht zu versorgen.

Peter T. Schmidt

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