Wer ermordete Domenico L.?

TV-Doku über Isarmord: Ermittler hoffen auf neue Hinweise

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In der Sendung wird der Mord nachgestellt (oben). Domenico und seine Verlobte fuhren mit dem Radl an der Isar entlang.

Der Mord an Domenico L. an der Isar jährt sich schon zum dritten Mal. Am Dienstag wird die Tat in einer TV-Sendung behandelt. Die Ermittler hoffen auf einiges.

München - Mehr als vier Jahre liegt der sogenannte Isarmord nun schon zurück. Nichts ließ die Mordkommission München seitdem unversucht, um den Täter zu fassen. 7502 Speichelproben wurden genommen, 975 Hinweise abgearbeitet, 710 Ermittlungsspuren nachgegangen. Aber noch immer fehlt die heiße Spur. Am Dienstag beschäftigt sich nun das RTL-II-Format Ungeklärte Fälle – Deine Hilfe zählt (um 20.15 Uhr) mit dem Verbrechen.

Die Geschichte des jungen Italieners Domenico L., der am 28. Mai 2013 sein Leben verlor, wird in der Sendung (die von Spiegel TV produziert wird) nachgespielt. Die Mordkommission München erhofft sich dadurch neue Hinweise. „Manche Menschen, die möglicherweise etwas wissen, sind jetzt vielleicht in einer anderen Lebenssituation“, sagt Herbert Linder, derzeit Chef der Mordkommission. Es könne sein, dass es Menschen gibt, die sich bislang nicht dazu durchringen konnten, bei der Polizei etwas auszusagen. Die Hoffnung ist nicht unberechtigt: Auch im sogenannten Kreissägen-Mord in Haar brachte ein Hinweis die Ermittler nach acht Jahren auf die richtige Spur. Gabi P. (32) hatte Sebastian H. im Jahr 2008 beim Fesselsex mit einer Handkreissäge zuerst den Brustkorb aufgeschnitten und dann den Kopf abgetrennt. Im Januar 2016 fanden Polizisten die Leiche in ihrem Garten.

Ermittler: Täter konnte mit Messer umgehen

Die Ermittler im Fall des Isarmords gehen davon aus, dass das Umfeld des Täters eine Wesens- oder Verhaltensänderung bei ihm feststellte. Linder, der seit 20 Jahren bei der Mordkommission ist, lässt der Fall keine Ruhe. In Zusammenarbeit mit der Operativen Fallanalyse wurde ein Täterprofil erstellt. Eine schwierige Aufgabe, da es keine Beziehung zwischen Täter und Opfer gab. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter eine „Handlungssicherheit“ mit dem Messer hat. „Es ist vermutlich keiner, der sich nie mit einem Messer beschäftigt.“

Der Mord an der Corneliusbrücke: Domenico L. war an diesem Frühlingsabend mit seiner Verlobten unterwegs. Gegenüber dem Europäischen Patentamt spuckte plötzlich ein Mann seine Begleiterin an. Der 31-Jährige stellte den Unbekannten zur Rede. Der Täter stach dem Italiener ein Messer ins Herz. Auf dem Weg ins Krankenhaus starb Domenico.

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