Weniger Autos in die Innenstadt

Stadt plant Fußgängerzone vor dem Hauptbahnhof

+
Wenn der neue Hauptbahnhof kommt, sollen die Autos raus!

München - Es wird eng für Autos: Am Hauptbahnhof plant die Stadt die nächste Fußgängerzone! Auf dem Vorplatz sollen nach dem Neubau des Hauptbahnhofs nur noch Trams durchfahren.

Weniger Lärm, weniger Schmutz, mehr Sicherheit: Auch in der bislang nicht veröffentlichten Studie zum Zentrum werden die Autos gebremst!

Ein unschöner Anblick: Der Hauptbahnhof im aktuellen Zustand.

Der Hauptbahnhof ist Teil der Ausstellung „Innenstadt weiterdenken“ des Planungsreferats in der Rathausgalerie: Der neue Hauptbahnhof ist seit Jahrzehnten im Gespräch, die Bahn hat ihn wegen der Kosten und der Verschiebung der zweiten S-Bahn-Stammstrecke immer wieder überarbeiten lassen. Jetzt haben Stadtbaurätin Elisabeth Merk und ihr Planungsreferat das bisherige Konzept der Vorplätze überarbeitet: „Die Fußgängerzone soll über den Stachus bis in den Haupteingang des Bahnhofs verlängert werden. Dazu muss der Vorplatz als Fußgängerbereich neu gestaltet und umorganisiert werden.“ Heuer sollen die Ergebnisse dem Stadtrat und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dann beschließt der Stadtrat, ob und wie es weitergeht.

Eng für Autos soll es auch im Hackenviertel zwischen Sonnenstraße und Sendlinger Straße werden: Hier warten die Nachbarn und Geschäftsleute immer noch auf die Ergebnisse einer Studie von 2010! Die gibt es bei der Ausstellung: Die Gutachter schlagen eine völlig neue Verkehrsführung vor. Autos sollen das Viertel nicht mehr durchqueren dürfen, stattdessen soll es von der Sonnenstraße nur noch eine Schleife aus Einbahnstraßen zum Stachus-Parkhaus geben. Eine ähnliche Schleife soll es an der Sendlinger Straße für den Lieferverkehr geben. Die Fußgängerzone soll verlängert werden und das gesamte Sendlinger Tor umfassen. Parkplätze könnten wegfallen, damit die Parkhäuser besser genutzt werden. Wobei: Die Grünen wollen Autos in der Innenstadt ganz aussperren, die Regierung von Oberbayern will das prüfen – gegen den Willen der Rathaus-Mehrheit von CSU und SPD!

Auch diese Projekte sind dabei

Die Ausstellung „Innenstadt weiterdenken“ führt noch weitere, bereits bekannte Pläne auf: So soll der Isartorplatz schöner und sicherer werden (Foto). Derzeit beraten die städtischen Referate, wie die Verkehrsführung ohne Einbußen umgestaltet werden kann, damit Fußgänger besser über den Platz kommen. Schließlich könnte im Tal einmal die Fußgängerzone doch kommen … Umgestaltet werden auch Spuren an Odeonsplatz, Oskar-von-Miller- und Thomas-Wimmer-Ring, wo die unterirdischen Parkhäuser „Tom und Hilde“ gebaut werden. Für Radler soll die neue Nord-Süd-Trasse durch die Altstadt kommen.

dac

Auch interessant

Meistgelesen

31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
Feueralarm im Kiesselbach-Tunnel: Mega-Stau auf dem Ring
Feueralarm im Kiesselbach-Tunnel: Mega-Stau auf dem Ring
Die Stadt der Zuagroasten: Was Neu-Münchner anzieht
Die Stadt der Zuagroasten: Was Neu-Münchner anzieht

Kommentare