Kontrolle am Münchner Hauptbahnhof

Bodypacker schmuggelt Heroin und Kokain in „Fingerlingen“ 

Ein sogenannter Bodypacker schmuggelte mehrere hundert Gramm Kokain und Heroin in seinem Körper. Am Münchner Hauptbahnhof wurde er kontrolliert - und versuchte daraufhin zu flüchten. 

München - Den richtigen Riecher hatten Kräfte der Fahndungskontrollgruppe Mitte. Wie die Münchner Polizei mitteilte, kontrollierten die Beamten am Sonntag gegen 12.55 Uhr am Münchner Hauptbahnhof einen 27-jährigen in Italien lebenden nigerianischen Staatsangehörigen. Schon beim ersten Ansprechen war der Mann auffällig nervös, als er für weitere Abklärungen zur Dienststelle gebracht werden sollte, warf er sein mitgeführtes Gepäck zu Boden und versuchte zu flüchten. Er kam jedoch nicht weit - nach gut 50 Metern konnten die Polizisten den 27-Jährigen einholen und vorläufig festnehmen. 

In seinem Gepäck fanden die Beamten 13 sogenannte Latex-Fingerlinge sichergestellt werden. In der Haftzelle schied der 27-Jährige weitere Fingerlinge aus. Daraufhin musste er umgehend in eine Klinik gebracht werden. 

Dort stellte sich bei einer Untersuchung heraus, dass sich im Körper des Mannes noch weitere Fingerlinge befinden. Aktuell ist der Mann noch in stationärer Behandlung. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte durch die Latex-Fingerlinge, mehrere hundert Gramm Kokain und Heroin in seinem Körper geschmuggelt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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