Stadt schlägt den Stachus vor

KVR: Kein Asyl-Camp am Sendlinger Tor

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Bereits vor zwei Wochen demonstrierten Flüchtlinge am Sendlinger Tor.

München - Der Streit um ein neues Asyl-Camp in München kocht hoch: Am Montag beantragte die Flüchtlingsgruppe laut Kreisverwaltungsreferat einen neuen „Info-Stand“ am Sendlinger Tor. Doch das KVR sagt: Nein.

Die Einrichtung sollte genau die gleiche wie beim Hungerstreik sein – Zelt, Paletten, Schlafsäcke, sogar eine Spüle. KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle genehmigte die Demo nicht: Aber nicht wegen der Einrichtung, sondern wegen des Standorts. Statt am Sendlinger Tor sollten die Flüchtlinge zum Stachus ziehen.

„Das Gespräch war nicht gerade gemütlich“, sagt Blume-Beyerle der tz. „Die Flüchtlinge machen einen sehr konfliktbereiten Eindruck.“ Es seien die gleichen Akteure wie beim Hunger- und Durststreik vor zwei Wochen gewesen. Diesmal hätten sie aber versichert, nicht hungern zu wollen, sondern nur gegen ihre Behandlung demonstrieren zu wollen.

Obwohl Blume-Beyerle sicher ist, dass die Asylbewerber wieder im Pavillon übernachten wollen, hätte er ihnen eine Demo zugestanden – aber eben nicht am Sendlinger Tor. „Dort hat sich die Lage verdichtet: Die Hütten des Weihnachtsmarkts, ein Glühweinstand und die Christkindltram sind in Betrieb.“ Stattdessen habe er den Stachus zwischen Kaufhof und Königshof vorgeschlagen.

Flüchtlinge lehnen Stachus als Standort ab

Diesen Standort aber hätten die Flüchtlinge sofort abgelehnt. „Von der geforderten Kooperation war nicht die Rede“, sagt Blume-Beyerle. Die Aktivisten beharrten laut KVR-Chef auf dem Sendlinger Tor, weil sie dort in der Nähe ihres Logistik-Standorts seien – dem Bayerischen Flüchtlingsrat in der Augsburger Straße. Dort fiel man am Montag aus allen Wolken. „Das wäre neu“, hieß es im Flüchtlingsrat.

Wie die Demonstranten nun vorgehen, ist unklar. Sie könnten zum Beispiel gegen den KVR-Bescheid vor das Verwaltungsgericht ziehen.

David Costanzo

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