Konzerte im Pressehaus am 9.5.

Lange Nacht der Musik: Diese Bands spielen bei uns!

München - Die neue Volksmusikszene: wuchtig und wichtig! An diesem Samstag kann man bei der Langen Nacht der Musik sechs Vertreter in unserem Pressehaus (Alte Rotation, Paul-Heyse-Straße 2-4) hören.

Die tz und alpinrecords haben Bayerns Newcomer 2015 gesucht. Aus 45 Einsendungen wurden fünf Bands fürs Finale ausgewählt. Die sechste ist der Top-Act, der schon große Hallen füllt: Django 3000 (Foto rechts). Die jubeln in der tz: „Die bayerische Musikszene blüht wie nie zuvor. Django 3000 freut sich, mit Unterstützung der tz einem weiteren Hoffnungsträger der weißblauen Musiklandschaft eine Chance zu geben. Es ist uns eine Ehre, so tolle Künstler bei einem Bandcontest gegenüber stellen zu dürfen. Hopaaa!“ Einlass ist um 19 Uhr, um 20 Uhr geht’s los. Wer wann spielt, wird ausgelost. Sicher ist: Drei Foodtrucks sorgen für Speis und Trank. Und jetzt: Mia san de junga Wuidn …

Ape Army

Jamaika liegt in Mindelheim! Von dort stammt die Affenarmee, so „Ape Army“ auf Deutsch. Sie macht mit Ska die Bühnen Bayerns unsicher. Zwar erlauben sich die neun Musiker auch mal Ausflüge in Reggae-Gefilde, auf lange Rastawürste auf dem Kopf verzichten sie allerdings bisher noch. Ihre Leidenschaft gehört eher schnelleren Offbeat-Nummern. Verblüffte Zeitzeugen erklären die Musik so: „Langsame, getragene, gefühlvolle Songs, gediegene Atmosphäre, zurückhaltende Bühnenpräsenz.“ Und dann lachen sie, weil das Gegenteil der Fall ist. Wie sagen Ape Army so schön: „Wärm dein Tanzbein auf!“

Alex Cumfe Band

Alex Cumfe und ihre Band zeigen, wie universell einsetzbar ihre bairische Sprache ist. Zwischen heftigem Rock und Balladen bewegt sich der Stil der Combo, die sich als musikalische Weltenbummler verstehen. Sängerin Alex und ihre Kollegen Alois, Baumi, David und Jürgen zitieren Elemente aus Pop, Reggae, Jazz und Rock ganz selbstverständlich. Dem BR gefiel die Alex Cumfe Band so gut, dass sie mit ihr das 50. Jubiläum des Bayerischen Fernsehens feierte. Dabei durften sich die Newcomer die Bühne mit Goisern und Haindling teilen. Zu sehen waren sie auch schon auf Tollwood und Sinnflut.

Blechbixn

Die Blechbixn sind vier gstandene Madln, die einen derben Blech-Sound pflegen. Ihre Texte haben es in sich – und kamen auch BrassBanda-Frontmann Stefan Dettl zu Ohren. Umgehend lud er die Damen zum Konzert mit seiner Combo ein. Das machte die Blechbixn schlagartig bekannt und sorgte auch dafür, dass sie den Talentwettbewerb Mia san mia des BR gewinnen konnten. Bekannt sind sie auch durchs Festival Brass Wiesn und die BR-Radltour. Und die harte Schule des Oktoberfests haben die Blechbixn auch bestanden – auf der schön-traditionellen Oidn Wiesn.

Gamskampler

Die vielleicht abgefahrenste Mundartband in dieser Langen Nacht der Musik sind die Gamskampler. Sie machen Volkspunk oder wie sie sagen: „Volksmusik mit Gwoit“ und bairischen Satiretexten. Ganz nebenbei haben die Gamskampler aus dem Ammertal auch einen selbst gewählten kulturellen Auftrag. Denn das Quartett weiß: „Unsere urbairischen Texte werden vom Isar-Preußentum oft nicht verstanden. Das macht uns nachdenklich. Es wird Zeit, dass wir München besuchen.“ Und so erfährt der Zuhörer am Samstag Geschichten über Plattlerproben, Mofafahren oder Ratten im Keller.

Hundling

Der Hundling alias Phil Höcketstaller ist auch Bassist bei den Bands Soulissimo und Les Babacools, die er auch mitbegründet hat. Mit Hundling hat er sich sein R’n’B-Wunschprojekt erfüllt. Die US-Stars Tom Petty und J.J. Cale standen Pate, allerdings wird hier natürlich Bairisch gesungen. Die alltäglichen Katastrophen und Glücksfälle stehen im Zentrum der oft skurrilen Texte. Mal ist es ein glücklich verlassener Ehemann, mal ein tangotanzender Ritter – aber auch mit Taubenkot verklebte Leihautos sind dem Hundling ein Lied wert. Manchmal wird der Sänger sogar politisch – und auch mal philosophisch … Fotos: fkn

Rubriklistenbild: © fkn

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