Mega-Deal in der Münchner City

Investor kauft dieses Hotel für 158 Millionen Euro

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Die Deka Immobilien GmbH ist neuer Eigentümer des Gebäudes in der Bayerstraße direkt gegenüber vom Hauptbahnhof (oben).

München - Gegenüber vom Hauptbahnhof wurde jetzt das Vier-Sterne-Hotel Le Méridien an die Deka Immobilien GmbH verkauft – für sage und schreibe 158 Millionen Euro!

Die Bayerstraße kann zwar nicht ganz mit der Parkstraße oder der Schloss-allee mithalten – dafür steht ein Hotel schon drauf. Ein Mega-Deal mit Summen wie bei Monopoly: Gegenüber vom Hauptbahnhof wurde jetzt das Vier-Sterne-Hotel Le Méridien an die Deka Immobilien GmbH verkauft – für sage und schreibe 158 Millionen Euro!

Das Interesse an dem Haus war riesig: „20 Investoren aus Europa, Asien und den USA haben das Luxushotel besichtigt“, sagt Christoph Härle vom Immobilienunternehmen Jones Lang LaSalle, das den Verkauf begleitet hat. Das Gebäude gehört zum sogenannten Mars-Portfolio, das 24 Bürohäuser und die beiden Le Mérdien-Hotels in München und Frankfurt umfasst. 2013 musste es Insolvenz anmelden, im Vorjahr wurde es für eine Milliarde Euro von der Deutschen Bank an die britische Firma Kildare Partners veräußert – in deren Auftrag verkaufte es nun ein Luxemburger Insolvenzverwalter.

Das Rennen im Bieterwettstreit machte die Deka Immobilien GmbH für den Offenen Immobilien-Fonds Deka-ImmobilienEuropa. 158 Millionen Euro blätterte das Frankfurter Unternehmen für das achtstöckige Objekt hin. Und tätigte damit die größte Hoteltransaktionen seit 1998: Damals ging das Sheraton Frankfurt Airport Hotel für 310 Millionen D-Mark über den Tresen.

Für die Riesensumme ist in München auch einiges geboten: 26 181 Quadratmeter ist das Gebäude insgesamt groß – zentral gelegen direkt gegenüber vom Bahnhof und nur ein paar Gehminuten vom Stachus weg. Das Hotel Le Méridien eröffnete 2002, die 381 Zimmer und Suiten samt Restaurant, Tagungsräumen, Spa und Innenhof erstecken sich über 22 407 Quadratmeter. Im Rest des Gebäudes liegen Büros und Geschäfte.

An der Nutzung soll sich auch nach dem Verkauf nichts ändern: „Der Vertrag wurde mit der Marke Le Méridien verkauft“, sagt Christoph Härle. Heißt: Das Hotel bleibt mit gleichem Namen auch weiterhin in dem Gebäude.

Christina Meyer

Weitere Mega-Deals

Immer wieder gehen Prestige-Objekte in München für Riesensummen über den Tisch: 2012 kaufte ein russischer Investor für unglaubliche 300 Millionen Euro das Palais an der Oper (die ehemalige Residenzpost) gegenüber der Residenz von der Immobilientochter der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der Münchner Accumulata Immobilien Development. Im gleichen Jahr wurde das Unternehmen Wöhr+Bauer für zwölf Millionen Euro neuer Eigentümer des ­alten Towers in Riem. Und der Elisenhof am Hauptbahnhof wurde Ende 2006 für 150 Millionen Euro von der Schörghuber Gruppe an die US-Immobilien-Gruppe Tishman Speyer verkauft.

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