Das bringt das neue Jahr fürs Viertel

Ludwigs- und Isarvorstadt: 2017 wird groß gebaut

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Steht heuer vor der Wiedereröffnung: das Gärtnerplatztheater.

München - Was bringt das Jahr 2017 für den Stadtbezirk Ludwigs-/Isarvorstadt? Unter anderem einen Neuanfang im Gärtnerplatztheater und im Kongresssaal. Und dann ist da noch der Umbau am Sendlinger Tor. 

Zwei große Bauprojekte in der Ludwigs- und Isarvorstadt sind beschlossene Sache. Für den Abriss und Neubau des Münchner Hauptbahnhofs und den Bau des Volkstheaters auf dem Viehhofgelände laufen die Planungen. Bereits gebuddelt wird am Sendlinger Tor, wo der gesamte U-Bahnhof modernisiert wird.

Großbaustelle am Sendlinger Tor

Mehr Platz heißt das Motto am U-Bahnhof Sendlinger Tor. In diesem Jahr beginnt die umfangreiche Modernisierung. Dem heutigen Aufkommen ist die Station nicht mehr gewachsen, seit 1980 haben sich die täglichen Fahrgäste auf rund 145 000 verdreifacht. Außerdem gibt es Bauwerksschäden durch Salze. Der Umbau dauert voraussichtlich bis 2022. Zwei zusätzliche Ausgänge an den Bahnsteig-Enden entstehen, um das Kreuzen aller Fahrgäste zu verhindern. Schon im März beginnen dazu die Arbeiten an zwei großen Baugruben für den neuen Ausgang Blumenstraße und einen neuen Zugang zum Sperrengeschoss von Sonnenstraße und Sendlinger-Tor-Platz. Große Bohrpfahlwände werden als erstes eingebracht. Das braucht Platz, deshalb wird die Sonnenstraße voraussichtlich ab April in Richtung Trambahnwendeschleife verlegt. Alle Fahrspuren sollen dabei befahrbar bleiben. Unterirdisch beginnen Vorarbeiten, dazu werden ab Herbst die Kioske im Sperrengeschoss abgebaut. Der U-Bahnverkehr soll weiter laufen, temporäre Beeinträchtigungen, wie im Spätverkehr, wird es aber geben.

U-Bahnhof und Sperrengeschoss: Sehen Sie hier mehrere Videos, wie es U-Bahnhof Sendlinger Tor einmal aussehen soll.  

Was bringt der Hauptbahnhof-Umbau?

Der komplette Neubau des Münchner Hauptbahnhofs und der Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke werfen 2017 ihre Schatten voraus, auch wenn am Hauptbahnhof noch nicht gebaut wird. Im vergangenen Herbst fiel die Entscheidung für eine zweite S-Bahnröhre. Damit steht nun endlich fest: Das alte Bahnhofsgebäude wird komplett abgerissen, bis voraussichtlich 2029 entsteht ein moderner Neubau. Für die Bürger in der Ludwigsvorstadt und Isarvorstadt begleitet der BA-Vorsitzende Alexander Miklosy die Planungen. Am Herzen liegt ihm dabei auch das Kindermuseum München. „Es wäre sehr schade, wenn es seinen zentralen Standort im Hauptbahnhof verlassen müsste“, sagt Miklosy.

Viehof: 2017 die letzte Saison?

Mit einem Architekturwettbewerb geht das neue Volkstheater auf dem Viehhofgelände in eine entscheidende Planungsphase. Miklosy hat gemeinsam mit Architekten und Stadtplanern ein Stimmrecht in der Wettbewerbsjury, die im Juni einen Siegerentwurf auswählt. Für das Viehhofkino und alle anderen Kulturangebote auf der Zwischennutzungsfläche könnte 2017 die letzte Saison sein.

Losgehen soll es dieses Jahr mit dem Bau des neuen Kulturzentrums für Sendling und Isarvorstadt/Ludwigsvorstadt an der Ruppert- und Tumblingerstraße beim ehemaligen Güterbahnhof München Süd. Fest steht schon die Glockenbachwerkstatt als Träger für das kulturelle Programm im neuen Bürgertreff.

Eröffnung mit Verspätung: Gärtnerplatztheater

Endlich wieder eröffnen kann das Gärtnerplatztheaterzur Winterspielzeit 17/18. Die Baumaßnahmen unter Leitung des Staatlichen Bauamts München haben sich um über ein Jahr verzögert. Was zur Eröffnung geplant ist, ist noch geheim, es könnte eine Uraufführung geben. Sicher ist ein Open-Air auf dem Gärtnerplatz am 23. Juli. Rund herum findet an diesem Wochenende auch das Gärtnerplatzfest wieder statt. Der Bezirksausschuss will an dieser Feiertradition festhalten, auch wenn manchen Anwohnern das Fest zu laut ist.

Kongresssaal: Neues Fürs Nachtleben

Gut gefeiert werden kann künftig im ehemaligen Kongresssaaldes Deutschen Museums und im Restaurant im Erdgeschoss. Eine Bar mit Clubbetrieb soll das Münchner Nachtleben bereichern und die verstaubten Räume beleben. Szene-Gastronomen, darunter Sandra Forster („Charlie“), wollen hier schon bald neue Akzente setzen, eine fünfjährige Zwischennutzung ist geplant.

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