Polizist leicht verletzt

Mann mit Messer im Hauptbahnhof überwältigt

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann sorgte am Dienstagmorgen für einen Polizeieinsatz am Münchner Hauptbahnhof. Ein Polizist wurde dabei leicht verletzt.

München - Einem Soldaten der Bundeswehr fiel am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr ein Mann mit Messer am Hauptbahnhof auf. Sofort meldete er seine Beobachtung der Polizei. 

Eintreffende Beamte von Landes- und Bundespolizei erkannten den beschriebenen Mann am Querbahnsteig 21 bzw. 22 nahe eines Backshops. Die Beamten sprachen den Mann zunächst an, was dieser auch wahrnahm, heißt es im Polizeibericht. Doch auch mehrmaligen Anweisungen - in deutscher und englischer Ansprache sowie durch Gesten, sich auf den Boden zu legen, kam er nicht nach. 

Mann wird von der Polizei zu Boden gebracht

Da ein Angriff auf Einsatzkräfte wie auf Passanten nicht auszuschließen war, der Mann zudem bedrohlich mit den Händen im Bereich der Hosentaschen hantierte, wurde er laut Polizei zweimal gezielt mit Reizstoff im Gesicht besprüht. Nachdem der Mann darauf kaum reagierte und reglos mit offenen Augen dastand, wurde er von Einsatzkräften überwältigt, zu Boden gebracht, entwaffnet, gefesselt und zur nahen Wache der Bundespolizei gebracht.

Student aus Sri-Lanka war mit Küchenmesser bewaffnet

Bei dem Mann wurde ein Messer (Obst-/Küchenmesser) mit ca. 13cm Klingenlänge aufgefunden. Er ist 32 Jahre alt und stammt aus Sri Lanka. Er studiert mit Aufenthaltstitel in Polen wo er auch gemeldet ist. Der Sri-Lanker gab an, er sei auf dem Weg nach Frankreich und wolle weiter nach Kanada.

Bei dem Einsatz zog sich ein Beamter der Bayerischen Landespolizei beim Herausziehen des Messers aus der Hosentasche des Überwältigten, trotz Handschuhen, eine leichte Schnittwunde am Finger zu.

Ermittlungen gegen den 32-Jährigen

Gegen den 32-Jährigen wird nun von der Bundespolizei wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Derzeit wird der Mann vernommen. Über seinen weiteren Verbleib wurde laut Polizei noch nicht entschieden.

Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Ludwigsvorstadt – mein Viertel“. 

Rubriklistenbild: © dpa / Matthias Balk

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