Genaue Pläne noch geheim

Nahe Stachus: Parkdeck soll zu Kulturbühne werden

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Dieses Parkdeck soll zum Kultur-Dachgarten werden. Rechts gegenüber liegt das Kolping-Wohnheim.

Auf dem Parkhaus in der Adolf-Kolping-Straße soll etwas neues entstehen: Die Lokalbaukommission prüft derzeit einen Antrag für eine dreijährige Zwischennutzung auf der Alpina-Garage nahe dem Stachus. 

München - Auf dem Parkhaus an der Adolf-Kolping-Straße 10 soll ein Kultur-Dachgarten entstehen. Der Betreiber des „Alpina“-Parkhauses hat eine Nutzungsänderung beantragt. Diese sieht vor, dass auf dem obersten, offenen Parkdeck vorübergehend eine Veranstaltungsfläche eingerichtet werden kann. Die Nachbarschaft in der Ludwigsvorstadt ist allerdings skeptisch. 

Lärm-Bedenken: Nachbarn wollen Pläne verhindern

Wie genau das Konzept aussehen soll, darüber hüllt der Initiator Thomas Manglkammer noch den Mantel des Schweigens. Geboren wurde die Idee, weil das Parkhaus – trotz seiner Nähe zum Stachus – nicht ausgelastet sei. Im vergangenen Jahr hatte es bereits einen ähnlichen Vorstoß gegeben, einen Biergarten auf dem Dach einzurichten. Der Aufschrei der Anwohner war groß, insbesondere seitens der Geschäftsführung des auf der anderen Straßenseite liegenden Kolpinghauses. Dieses bietet 350 jungen Menschen Wohnheimplätze, die in München studieren oder eine Ausbildung machen. Das Parkdeck liegt ziemlich genau auf der selben Höhe wie das vierte Stockwerk des Wohnheims. Nach Informationen unserer Zeitung hat sich das Kolpinghaus in der Angelegenheit nun bereits juristischen Beistand zur Seite gestellt.

BA: Keine Nutzung in der Nacht 

Der örtlich zuständige Bezirksausschuss Ludwigs-/Isarvorstadt, der sich im vergangenen Jahr wegen der zu befürchtenden Lärmproblematik gegen die Biergarten-Pläne ausgesprochen hatte, scheint ob des Titels „Kultur-Dachgartens“ zumindest interessiert, schließt aber weiterhin eine Nutzung zu fortgeschrittener Nachtzeit aus. Auch weil weitere Nachbarn, unter anderem gleich drei Hotellerie-Betriebe direkt an das Parkhaus angrenzen.

Ob dies wiederum mit Manglkammers Konzept vereinbar wäre, ist die große Frage. Denn: In den Sommermonaten dürfte es schwer werden, viele Besucher tagsüber in die pralle Sonne auf ein Parkdeck zu locken – egal mit welchem Angebot. Im Gespräch mit unserer Zeitung teilte Thomas Manglkammer am vergangenen Freitag mit, dass er voraussichtlich erst ab Mitte September mit Details an die Öffentlichkeit gehen möchte.

Auf Anfrage unserer Zeitung bei der Lokalbaukommission bestätigte ein Sprecher, dass bereits Mitte Juni ein Antrag auf eine Nutzungsänderung an der Adolf-Kolping-Straße 10 eingereicht wurde: „Konkret geht es um die Errichtung eines temporären Kultur-Dachgartens auf dem Parkdeck – befristet auf drei Jahre.“ Eine Tendenz, wie die Entscheidung ausfallen könnte, gebe es offiziell noch nicht. „Die Prüfung läuft, es ist noch nichts entschieden“, sagte der Sprecher der Lokalbaukommission.

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