„Wie in einer schlechten Vorabendsendung“

Bundespolizist erkennt bei einer Kontrolle zufällig gestohlenen Chihuahua

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Mit einem Plakat suchte die Besitzerin von Bella nach ihrem Chihuahua.

Ungewöhnlicher Einsatz für die Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof: Beamte kontrollierten zwei Männer und fanden dabei einen verschwundenen Chihuahua.

München - Ihrem privaten „Fahndungsaushang“ nach Hündin Bella hat es eine Münchnerin wohl zu verdanken, dass sie ihren kleinen Chihuahua wieder hat. Dabei kamen „unrealistische Zufälle wie in einer schlechten Vorabend-Polizeisendung“ zusammen, wie es ein beteiligter Bundespolizist beschreibt.

Bundespolizei kontrolliert zwei Männer am Hauptbahnhof

Das Ganze begann zunächst mit einem Routineeinsatz für die Bundespolizei. Am Hauptbahnhof kontrollierten Beamte gegen 3 Uhr zwei Männer. Zum Datenabgleich wurden die beiden Afghanen zur Dienststelle der Bundespolizei gebracht. Mit dabei hatten die beiden Männer auch einen Chihuahua. 

Polizist erkennt den Hund zufällig wieder

Ein Beamter, der eigentlich am Ostbahnhof arbeitet, und sich gerade zufällig auf der Wache am Hauptbahnhof aufhielt, kam der Chihuahua bekannt vor. Er erinnerte sich an ein privates „Fahndungsplakat“, das eine Frau bei der Bundespolizei am Ostbahnhof abgegeben hatte, die ihren Hund, einen Chihuahua, vermisste. Schnell erfolgte per Foto ein Datenabgleich und dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem mitgeführten Chihuahua um den gesuchten Hund handelte.

Mit dieser erdrückenden Beweislast konfrontiert, gab der 21-jährige Mann aus Altomünster zu, den Hund am vorherigen Tag im Münchner Stadtgebiet gefunden und - in Zueignungsabsicht - mitgenommen zu haben.

Die Hundebesitzerin, eine 38-Jährige aus Bogenhausen, konnte telefonisch erreicht werden. Sie erschien auf der Dienststelle, und konnte "Bella" freudig in Empfang nehmen. 

Ermittlungen gegen beide Männer

Die Umstände des Abhandenkommens konnten laut Polizei noch nicht ausermittelt werden und bedürfen noch weiterer Abklärung. Gegen den 21-jährigen Afghanen wurde ein Strafverfahren wegen Unterschlagung eingeleitet. Auch gegen seinen Begleiter, einen wohnungslosen 19-Jährigen, wird ermittelt. Er hatte 20 Gramm Haschisch bei sich.

Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Ludwigsvorstadt - Mein Viertel“.

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