Täter schon wieder auf freiem Fuß

Mann verpasst Taxi-Fahrer Faustschlag - mit verheerenden Folgen

Weil ein Taxi-Fahrer seinen Wagen in einem Baustellenbereich abgestellt hatte, musste er einen Faustschlag einstecken - mit schwerwiegenden Folgen. Die Polizei fasste den Täter, doch der ist schon wieder auf freiem Fuß.

München - Es war der 9. August 2017, als ein Taxi-Fahrer in der Adolf-Kolping-Straße seinen Wagen im Baustellenbereich abstellte, um seine Fußmatten zu reinigen. Diese Idee war allerdings eine denkbar schlechte, denn dass er kurze Zeit später auf der Intensivstation liegen würde, damit hätte er wohl nicht gerechnet.

Was war geschehen? Der 38-Jährige hatte an dem Abend im Baustellenbereich angehalten. Zwei Männer des Sicherheitsdienstes forderten den Mann allerdings dazu auf, wegzufahren - der Türke ignorierte die Aufforderung aber und blieb stehen. Als sich ein 20-Jähriger das Nummernschild des Taxis aufschrieb, eskalierte die Situation. Die beiden Kontrahenten standen sich laut Bericht der Polizei gegenüber, woraufhin der 20-Jährige dem Taxi-Fahrer einen Faustschlag verpasste. Der Mann sackte bewusstlos zu Boden.

Als um 20.05 Uhr der Rettungswagen eintraf, waren die beiden Sicherheitsdienstmitarbeiter verschwunden. Die Retter gingen zunächst davon aus, dass der Mann infolge eines Schwächeanfalls zu Sturz gekommen war. Im Krankenhaus stellten die Ärzte allerdings fest, dass er eine Hirnblutung erlitten hatte. Der Mann musste in ein anderes Krankenhaus gebracht werden und lag dort sieben Tage lang auf der Intensivstation.

Die Polizei übernahm die Ermittlungen und kam nun auf die Spur des 20-Jährigen und dessen Begleiter. Die Männer aus Montenegro schilderten den Beamten, dass der junge Mann dem Taxi-Fahrer „lediglich einen Faustschlag“ verpasst hatte, woraufhin der 38-Jährige zu Boden gestürzt war und sich dabei die schweren Verletzungen zugezogen hatte. 

Da der Beschuldigte sich kooperativ zeigte und ein umfassendes Geständnis ablegte, wurde auf einen Haftbefehl verzichtet. Wie die Polizei betont, zeige dieser Fall deutlich, welch fatale Folgen ein einziger Schlag oder Stoß sowohl für das Opfer, als auch den Täter haben kann.

Im Jahr 2015 hatte ein Fall in München für Aufsehen gesorgt, als ein Fahrgast in der Leopoldstraße einen Taxler fast zu Tode geprügelt hatte.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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