Diana starb nach Angriff in der Thalkirchner Straße

Angel R. kündigte Mord an: „Heute muss jemand sterben“

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Wegen Mordes an Diana K. wird Angel R. (39) der Prozess gemacht. Die Tat bestreitet er.

München - Im Prozess um den Messermord in der Thalkirchner Straße sagte am Donnerstag der Witwer des Opfers aus. Der angeklagte Angel R. stach vor seinen Augen zu, berichtet er.

Seine Stimme stockt, als er sich an seine große Liebe erinnert. „Wir hatten eine perfekte Beziehung. Es gab niemals Streit“, sagt Boris T. über seine Freundin Diana K. (28†). Ihren Tod musste er am 13. September mit ansehen. „Vor meinen Augen hat er sie erstochen“, sagt Boris T. – und zeigt hinüber zur Anklagebank. Dort sitzt Angel R. (39), der mutmaßliche Mörder. Ihm wird seit Dienstag der Prozess gemacht.

Im Prozess um dem Messermord an der Thalkirchner Straße sagte Boris T. als erster Zeuge aus. „Angel hatte rote Augen und den Blick eines Wahnsinnigen“, erinnert er sich an den Tattag. Laut Anklage lauerte R. seiner Ex-Freundin Snezhana, Dianas Schwester, an der Pizzeria auf, wo sie arbeitete. Als es Streit gab, ging Diana mutig dazwischen – aber zahlte dafür mit dem Leben.

Sie waren so verliebt: Boris T. (44, Name geändert) kuschelt mit seiner Diana, um die er heute trauert.

„Er schlug sie erst mit der Faust auf ihr linkes Auge, so dass ihr Kopf nach hinten kippte“, sagt der Witwer. „Ich schubste ihn weg und fragte, was das soll. Da zog er plötzlich ein Messer aus seiner Jackentasche.“ Selbst dann habe Diana keine Angst gehabt und ging auf Angel R. zu. „Sie hob den Arm und dachte wohl, dass er nochmal zuschlägt. Der Stich traf sie direkt unter der Brust.“ Was Diana K. zunächst im Schock nicht merkt. „Sie war benommen und musste sich setzen. Als sie ihre Haare richten wollte, sah ich den Einstich. Aber sie sagte nur: ‚Der hat mir nichts getan‘.“

Es sind ihre letzten Worte. Denn die 22 Zentimeter lange Klinge hat ihr Herz und die Lunge durchstochen. Kurz darauf bricht Diana K. zusammen. „Ich fing an zu schreien. Aber Angel rannte weg. So wie jemand wegrennt, der einen anderen Menschen umgebracht hat“, sagt Boris T. Für seine Freundin kommt jede Hilfe zu spät: Im Krankenhaus stirbt Diana K. an ihren schweren Verletzungen.

Im Prozess kam heraus: Angeblich hatte Angel R. die Tat schon morgens angedroht. „Bekannte trafen ihn, als er sagte: Heute muss jemand sterben“, berichtet der Witwer. Dreist: Ihn beschuldigte Angel R., das Messer mitgebracht zu haben. Diana K. sei „aus Versehen hinein gefallen.“ Das bestritt Boris T. und schimpfte: „Angel ist ein Lügner.“

Andreas Thieme

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