Auf dem Weg ins Stadion

Mitten ins Gesicht geschlagen: Fußballfans randalieren im Zug

München - Noch hat die Fußballsaison gar nicht begonnen. Doch die Fans gehen bereits aufeinander los: Ein 27-Jähriger hat einem anderen in einer Zugtoilette mitten ins Gesicht geschlagen. 

Ein 27-jähriger FC Augsburg-Fan aus Regensburg befand sich nach Angaben der Bundespolizei gegen 16.45 Uhr in der Zugtoilette, die er nur geschlossen, aber nicht verschlossen hatte. Als ein 18-Jähriger aus Augsburg die Toilettentüre öffnete, soll ihn unvermittelt die Faust des 27-Jährigen im Gesicht getroffen haben.

Bei der Ankunft des Zuges informierten Zeugen Bundespolizisten am Münchner Hauptbahnhof über den Vorfall. Im Zug befanden sich rund 50 bis 60 Augsburger Fans, die zur Stadioneröffnung nach Regensburg zum Freundschaftsspiel Jahn Regensburg gegen FC Augsburg unterwegs waren. Nachdem es den Beamten gelang, den 27-jährigen Regensburger aus der Augsburger Fangruppe zu lösen und zur Wache zu verbringen, blieben die restlichen Fans vor der Wache am Gleis 26, wo sie einen Zug, der nach Regensburg fahren sollte, an der Abfahrt hinderten, in dem sie die Türe immer wieder aufhielten. Die Bundespolizei musste auch hier einschreiten.

Nachdem der 27-Jährige die Wache nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen konnte, fuhr er mit den anderen Fans nach Regensburg weiter. Im Verlauf der Fahrt kam es bis Freising im Zug zu mehren Vorfällen, die den weiteren Einsatz sowohl von Bundes- wie Landespolizei erforderlich machte, da Reisende wiederholt den Notruf tätigten.

In Freising mussten Fans den Zug verlassen, weil von der Polizei Personalien aufgenommen wurden. Die FCA-Fans konnten die Weiterfahrt nach Regensburg erst verspätet fortsetzen. 

Bei dem 27-jährigen Regensburger wurden 2,1 Promille Atemalkohol gemessen. Er verhielt sich zunächst aufbrausend, dann ruhig und umgänglich. Er gab an, den Tag über 12 bis 13 Bier konsumiert zu haben. Gegen ihn wird nun wegen Körperverletzung ermittelt. Der 18-jährige Augsburger, der ebenso wie die Zeugen ohne Fußballbezug unterwegs war, erlitt durch den Schlag ins Gesicht nach erster Einschätzung nur Rötungen. Der Mann lehnte eine ärztliche Begutachtung und Versorgung in der Wache ab.

mm

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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