„Schwindlig vor Schmerzen“

Mitten in München: Brutaler Radl-Rambo fährt Frau um und türmt - Polizei sucht Zeugen

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Hat noch Schmerzen: Silvia Müller. 

Eine 66-jährige Frau aus Erding ist in München von einem Radler umgefahren und schwer verletzt worden. Jetzt sucht die Polizei den Radl-Rambo und warnt: Immer häufiger kommen sich Radler, Fußgänger und Rollerfahrer in die Quere:

Silvia Müller (66, Name geändert) hat immer noch Schmerzen. Vor fast fünf Wochen erfasste ein Radfahrer die Erdingerin in der Isarvorstadt. Nach dem Unfall flüchtete der Mann, ohne sich um sein Opfer zu kümmern. Die Polizei sucht jetzt Zeugen. „Es geht gar nicht um die Schuldfrage, sondern darum, dass es einfach ein normales menschliches Verhalten gewesen wäre, sich zu erkundigen, wie es mir geht“, sagt die 66-Jährige.

München: Radl-Rambo fährt Frau an, Opfer muss in Krankenhaus 

Passiert ist Folgendes: Am Montag, 27. Mai, holte die 66-Jährige in einem Geschäft an der Fliegenstraße einen Schreibtisch ab. Sie parkte ihren Audi am rechten Fahrbahnrand und lud das Paket ein. „Dann sperrte ich das Auto ab und wollte noch einmal in das Geschäft zurück“, erzählt Silvia Müller. Als sie noch neben ihrem Auto auf der Fahrbahn stand, donnerte ein Radfahrer gegen ihr linkes Bein. Die 66-Jährige stürzte. „Ich habe links und rechts geschaut, bevor ich losgehen wollte und habe keinen Radfahrer gesehen“, beteuert die Erdingerin. Sie vermutet, dass der Mann, der von der Lindwurmstraße abgebogen sein muss, recht schnell unterwegs war.

„Mir wurde schwindlig vor Schmerzen, ich rappelte mich auf und setzte mich erst einmal ins Auto“, sagt Silvia Müller. „Ich stand unter Schock.“ Sie bekam noch mit, wie ein Passant den Radfahrer anhielt und mit ihm sprach. Die 66-Jährige rief unterdessen ihren Sohn an, der in München wohnt. Als der 34-Jährige eintraf, waren sowohl der Passant als auch der Radfahrer weg. „Ich habe gedacht, die regeln das. Dass beide gehen, konnte ich ja nicht ahnen“, sagt die Rentnerin.

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Im Krankenhaus stellte sich heraus, dass Silvia Müller sich das Radiusköpfchen am Ellenbogen gebrochen hatte. Sie wurde operiert und musste drei Tage im Krankenhaus bleiben. „Das ist alles sehr unangenehm und langwierig“, sagt die Erdingerin. Sie hat Anzeige bei der Polizei erstattet und hofft nun, dass sich noch Zeugen melden.

Der Radfahrer wird als etwa 20- bis 30-jähriger sehr sportlicher und sehr schlanker Mann beschrieben. Er trug eine Brille und einen Helm. Hinweise an das Unfallkommando unter der Nummer 089/62 16 33 22.

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