Stadtrat: Ja zu Sozialprojekt

Müllerstraße: Die Gorillas haben es geschafft!

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Die Müllerstraße 2-6 wird zu einer Sozialgenossenschaft.

München - Die Häuser in der Müllerstraße 2 bis 6 werden nicht abgerissen, sondern sollen für das Projekt "Bellevue di Monaco" genutzt werden. Die Gorillas haben es geschafft – die tz erklärt, wie es weitergeht.

Als die Promis von Mehmet Scholl bis Diet

Mit der Gorilla-Aktion setzten die Goldgrund-Aktivisten die Rettung in Gang.

er Hildebrandt mit ihren Gorilla-Masken im Frühjahr 2013 zum Renovieren in der Müllerstraße angerückt sind, haben das viele führende Münchner Politiker als Provokation angesehen. Knapp zwei Jahre später hat der Stadtrat mit einem Beschluss quer durch alle Fraktionen beschlossen: Die Häuser in der Müllerstraße 2 bis 6 werden nicht abgerissen, sondern sollen für das Flüchtlings- und Integrationsprojekt Bellevue di Monaco genutzt werden. Die Gorillas haben es geschafft – die tz erklärt, wie es weitergeht:

Die Vorgeschichte: Die städtischen Gebäude sollten abgerissen und durch einen Neubau mit 23 Sozialwohnungen ers

Kulturmacher Till Hofmann in einer der mit wenig Geld renovierten Wohnung.

etzt werden. Die Goldgrund-Aktivisten mit Kulturmanager Till Hofmann an Spitze nutzen leerstehende Bereiche für eine spektakuläre Aktion: Sie renovieren einfach eine Wohnung in Eigenregie und setzen eine große Leerstands-Debatte in Gang. Dies wurde zu einem zentralen Wahlkampfthema – und mittlerweile zählen sowohl OB Dieter Reiter als auch Bürgermeister Josef Schmid zu den Monaco-Befürwortern.

Das Konzept: In der Müllerstraße sollen rund 40 Flüchtlinge und sozial schwache Menschen ein Obdach finden und professionell betreut werden. Zudem soll’s ein Infocafé und Kulturräume geben.

Die Kosten: Hofmann rechnet mit rund 1,7 Millionen Euro für die Renovierung. „Wir wollen viel in Eigenregie machen, bei uns melden sich Handwerker und Helfer, die sich engagieren wollen.“ Zudem steht mit der Aktion Sternstunden ein potenter Geldgeber parat.

Der Träger: Das Projekt soll durch eine Sozialgenossenschaft getragen werden. Hofmann: „Die ist gerade in Gründung, dann kann jeder für Minimum 500 Euro Mitglied werden. Alle Erlöse gehen in unsere Sozialarbeit. Und wir hoffen, dass möglichst viele Menschen es unterstützen.“

Der Zeitplan: Nach dem Stadtrat muss nun noch die Regierung formell das Projekt absegnen. Schon Ende des Jahres sollen die ersten Menschen einziehen.

Stefan Dorner

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