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Wegen 9-Euro-Ticket brechend voll: Zug am Münchner Hauptbahnhof geräumt - Polizei muss eingreifen

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Neun-Euro-Ticket: Am Münchner Hauptbahnhof kam es in einem überfüllten Regionalzug zu zwei vorläufigen Festnahmen
Neun-Euro-Ticket: Am Münchner Hauptbahnhof kam es in einem überfüllten Regionalzug zu zwei vorläufigen Festnahmen (Symbolbild). © picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Ein wegen des Neun-Euro-Tickets überfüllter Regionalzug musste in München geräumt werden, doch zwei Passagiere widersetzten sich - die Polizei nahm sie vorläufig fest.

München - Das Neun-Euro-Ticket ist beliebt: Schon vor dem Start hatten die Verkehrsunternehmen in Deutschland bereits sieben Millionen der vergünstigten Fahrkarten verkauft. Zwei Passagiere eines Regionalzugs in München waren in der Nacht auf Sonntag mit ihrer Reise wohl nicht so zufrieden. Ein wegen des Neun-Euro-Tickets überfüllter Regionalzug musste in München geräumt werden, doch zwei Reisende widersetzen sich.

Regionalzug in München wegen Neun-Euro-Ticket überfüllt: Zwei Passagiere widersetzen sich bei Räumung

Ein Regionalzug von München nach Regensburg musste in der Nacht von Samstag auf Sonntag aufgrund von Überfüllung geräumt werden. Eine 44-Jährige und ein 40-Jähriger sollen sich den Beamten am Münchner Hauptbahnhof mehrmals widersetzt haben, teilte die Bundespolizei mit.

Die Deutsche Bahn hatte in der Nacht von Samstag auf Sonntag um Unterstützung bei der Räumung gebeten. Die Polizei geht davon aus, dass der Zug wegen des Neun-Euro-Tickets überfüllt gewesen ist. Die beiden Passagiere weigerten sich den Beamten zufolge, ihre Plätze zu verlassen und sollen sich aggressiv verhalten haben.

München Hauptbahnhof: Zwei Passagiere vorläufig festgenommen, Ermittlungen eingeleitet

Die beiden Passagiere wurden im Anschluss von den Beamten der Polizei aus dem Zug gebracht. Dabei trat die 44-Jährige einer Beamtin gegen das Schienbein und beleidigte sie. Der Mann und die Frau wurden auf die Dienststelle gebracht. Dort beleidigte sie die Beamten auf Russisch weiter, was von einem russischsprechenden Polizisten aufgeschrieben wurde. Die Frau filmte die Beamten mit ihrem Mobiltelefon und soll das Video nach eigener Aussage auf die Plattform „Instagram“ hochgeladen haben. Die Polizei nahm ihr daraufhin in Absprache mit der Staatsanwaltschaft das Handy weg.

Die Blutentnahme ergab, dass der 40-Jährige einen Pegel von 1,3 Promille hatte. Beide Randalierer wurden danach freigelassen. Gegen die Frau wird unter anderem wegen Widerstands und tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte und eines Verstoßes gegen das Kunst- und Urhebergesetz ermittelt. Bei dem Vorfall wurde laut Polizeiangaben niemand verletzt.

Schon vor dem Start des Neun-Euro-Tickets war vor Überfüllung in Zügen und teils chaotischen Zuständen gewarnt worden. Verwirrung gab es teils auch um die Gültigkeit des vergünstigten Monatstickets. Wer bei der Wahl der Regionalzüge nicht ins „Kleingedruckte“ schaut, könnte zum Schwarzfahrer werden.

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