Silvester bald ohne Böller?

Münchner fordert Feuerwerks-Verbot an Silvester und erntet verblüffende Reaktionen 

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Silvester-Feuerwerk in München - ein Anwohner fordert das Aus des Spektakels.

Für die einen ist es ein Muss, für die anderen ein Grauen - das Feuerwerk an Silvester. Ein Anwohner der Ludwigs- und Isarvorstadt hat nun ein Feuerwerks-Verbot beantragt.

München - Eine Silvesternacht ohne private Raketen und Böller forderte ein Anwohner der Ludwigs- und Isarvorstadt auf der diesjährigen Bürgerversammlung. Sein Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen, ein stadtweites Feuerwerksverbot ist trotzdem eher nicht in Sicht. 

„Das Feuerwerk an Silvester verschmutzt die Luft mit sehr viel Feinstaub, verängstigt Wild- und Haustiere, hinterlässt tonnenweise Müll und der Lärm schädigt sogar Menschen“, beklagte ein Anwohner. Nur einige amüsierten sich, alle anderen müssten hilflos zusehen, es sei höchste Zeit für ein Umdenken. Die bessere Alternative sei ein zentrales Feuerwerk für ganz München. „Am Roecklplatz“, warf ein Zwischenrufer spöttisch ein und erfasst damit die Problematik in aller Kürze. 

„Sie bohren hier ein ganz dickes Brett“, sagte der Bezirksausschuss-Vorsitzende Alexander Miklósy (Rosa Liste). „Aber Sie haben die schlagenden Argumente.“ 

Feuerwerksverbot entlang der Isar?

Letztes Jahr hat der BA erstmals wegen des Naturschutzes ein Feuerwerksverbot für alle Flächen entlang der Isar beantragt. Dies wurde von der Stadtverwaltung abgelehnt. „Ich würde mir wünschen, dass hier schneller ein Umdenken einsetzt. Wir müssen halt Geduld mit denjenigen haben, die langsamer denken“, so Miklósy weiter. Die knapp 200 anwesenden Bürger befürworteten das Böllerverbot schon jetzt.

Video: Wo man Feuerwerk auf Menschen schießt...

Unter dem Stichwort „Normaler Silvesterwahnsinn“ verlief der Jahreswechsel 2018 in München: Polizei und Feuerwehr mussten sich über Arbeit nicht beklagen.

Wer an Silvester das Feuerwerk in München liebt, kann das Spektakel zum Jahreswechsel an einigen Plätzen besonders gut zu sehen.

Nach dem Feiern, bleibt der Dreck: Böllerballa: 50 Tonnen Müll durch Silvester-Geballere

Übrigens: In München will eine Mutter das Martinshorn verbieten - weil ihr Baby aufwacht. Lesen Sie hier die verblüffende Geschichte.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Isarvorstadt – mein Viertel“.

bus

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