1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt

Der Bau-Wahnsinn am Münchner Hauptbahnhof: Lauter Absperrungen und Umleitungen

Erstellt:

Von: Leoni Billina

Kommentare

Viele Baustellen rund ums Bahnhofsviertel – die größte ist der Hauptbahnhof selbst: Es entstehen ein neues Empfangsgebäude, neue Bahnhofsvorplätze und die zweite Stammstrecke.
Halteverbotsschilder, Bauzäune und Umleitungen: Ob in der Schwanthalerstraße, der Paul-Heyse-Straße oder bald auch an der Pappenheimstraße – überall wird gebaut. © Marcus Schlaf

Wer in der Münchner Innenstadt mit dem Auto oder Fahrrad unterwegs ist, braucht gute Nerven. Baustellen, Baustellen, Baustellen so weit das Auge reicht.

München – Gerade rund um den Hauptbahnhof der Landeshauptstadt München wird man als Verkehrsteilnehmer vor Herausforderungen gestellt – Straßensperrungen und Umleitungen gehören zum Alltag. Und jetzt wird’s noch heftiger …

Halteverbotsschilder, Bauzäune und Umleitungen: Ob in der Schwanthalerstraße, der Paul-Heyse-Straße oder bald auch an der Pappenheimstraße – überall wird gebaut.
Halteverbotsschilder, Bauzäune und Umleitungen: Ob in der Schwanthalerstraße, der Paul-Heyse-Straße oder bald auch an der Pappenheimstraße – überall wird gebaut. © Jens Hartmann

Auch im Bezirksausschuss (BA) Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt gibt‘s Debatten. „Baustellen sind regelmäßig ein Thema“, sagt Benoît Blaser, Vorsitzender des BA. Auch gebe es regelmäßig Probleme für den Fuß- und Radverkehr.

München: Fußgänger müssen mehreren Absperrungen ausweichen

So wie an der Paul-Heyse-Straße: Als Fußgänger muss man hier diversen Bauzäunen und Absperrungen ausweichen. Denn zwischen Bayer- und Schwanthalerstraße gibt es gleich auf beiden Straßenseiten Baustellen: Auf der einen Seite ein Abriss, auf der anderen Seite entsteht das Elementum – ein Quartier für Büros, Gastronomie und Einzelhandel.

Die Elementum-Baustelle an der Paul-Heyse-Straße.
Die Elementum-Baustelle an der Paul-Heyse-Straße. © Jens Hartmann

Ganz neu kommt in dieser Woche ein Projekt auf der anderen Seite des Bahnhofs hinzu: Die Stadtwerke bauen ihr Fernkältenetz aus. Sie verlegen dafür Rohre in der Wrede-, Pappenheim- und Karlstraße. Dauern wird das Ganze wohl bis Juni 2023. Ab Montag ist für die erste Bauphase zunächst die Pappenheimstraße in Richtung Nordost einbahngeregelt. Zusätzlich ist die Überfahrt von der Karl- zur Blutenburgstraße für Autos gesperrt. Fußgänger und Radler können die Baustelle passieren.

(Unser München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Isar-Metropole. Melden Sie sich hier an.)

München: Bessere Koordination der Baustellen wäre wünschenswert

Auch an der Schwanthalerstraße geht’s weiter mit Baustellen: Auf Nummer 64 entsteht bis Mitte 2024 das neue Gewerkschaftshaus. Derzeit ist der Abriss im Gange.

Die Baustelle an der Schwanthalerstraße, wo das neue Gewerkschaftshaus entsteht.
Die Baustelle an der Schwanthalerstraße, wo das neue Gewerkschaftshaus entsteht. © Jens Hartmann

Ein paar Projekte begleiten die Münchner schon länger: so wie der Umbau des Hauptbahnhofs. Der bekommt ein neues Empfangsgebäude und neue Bahnhofsvorplätze, gleichzeitig wird auch die zweite S-Bahn-Stammstrecke gebaut. Um die gab es zuletzt viel Wirbel – Dauer und Kosten liegen deutlich über dem ursprünglich Veranschlagten. Und: Es dauert länger!

Umleitungen oder Sperrungen wegen Baustellen nerven alle Verkehrsteilnehmer. Allerdings gehören sie zur Stadtentwicklung dazu, sagt Blaser. „Auch Verbesserungen wie der neue Radweg in der Schwanthalerstraße zwischen Paul-Heyse-Straße und Martin-Greif-Straße oder die Paul-Heyse-Unterführung bedingen temporäre Einschränkungen.“ Wünschenswert sei allerdings eine bessere Koordination der Baustellen, sagt der Lokalpolitiker. Das sei aber bei den vielen privaten Bauvorhaben nicht einfach oder möglich.

Auch interessant

Kommentare