Reihentestungen veranlasst

Corona-Fälle am Münchner Schlachthof: Weitere Mitarbeiter infiziert - Stadt lässt Unterkünfte überprüfen

Ein Lkw auf dem Gelände des Münchner Schlachthofs.
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Die Einfahrt zum Münchner Schlachthof in der Zenettistraße.

Inzwischen sind es offiziell 20 Mitarbeiter am Schlachthof München, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Stadt hat den Betrieb bereits überprüft.

München - Am Münchner Schlachthof haben sich weitere Arbeiter mit dem Coronavirus angesteckt. Bei einem dritten Reihentest seien acht Beschäftigte positiv getestet worden, teilte die Stadt München am Mittwoch (7. Oktober) mit. Damit sind es nun insgesamt 20 Mitarbeiter, die sich mit Corona angesteckt haben. Hinzu kommen fünf infizierte Kontaktpersonen.

Die Infizierten und ihre nächsten Kontaktpersonen müssen für 14 Tage in Quarantäne, wie es in der Mitteilung heißt. 119 Arbeiter seien negativ getestet worden. Nach Bekanntwerden der ersten Fälle Ende September seien „umgehend“ die Hygienemaßnahmen des Betriebes in der Innenstadt kontrolliert worden sowie in den Unterkünften. Dabei habe es keine Beanstandungen gegeben.

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München: Corona-Fälle am Schlachthof - gesamte Branche steht auf dem Prüfstand

Beim Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen hatte es im Frühsommer einen Corona-Massenausbruch gegeben. Der Vorfall hatte eine Debatte über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter ausgelöst. Weil sich gerade viele auf Werkvertragsbasis beschäftigte Schlachthof-Mitarbeiter mit Corona infiziert hatten, will die Bundesregierung die Kerntätigkeiten in der Fleischwirtschaft wie Schlachten, Zerlegen und Verarbeiten künftig nicht mehr von betriebsfremden Beschäftigten ausführen lassen.

Werkverträge und Leiharbeit sollen in der Branche von 2021 an verboten sein. In vielen Schlachtbetrieben werden derzeit die Arbeiten vor allem aus Infektionsschutzgründen heruntergefahren, teilte der Verband der Fleischwirtschaft mit.

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