Mann bringt sich in Zelle um

Drama nach Festnahme am Hauptbahnhof: 30-Jähriger tot

Drama nach einer Festnahme am Hauptbahnhof: Am Samstagnachmittag hat sich ein 30-Jähriger in einer Polizei-Zelle umbebracht.

München - Eine Polizeikontrolle am Samstagnachmittag endete mit dem Tod eines festgenommenen Mannes: Er brachte sich laut Pressebericht in der Zelle um.

Am Samstagnachmittag kontrollierten Streifenbeamte der Polizeiinspektion 16 (Hauptbahnhof) demnach einen 30-jährigen Wohnsitzlosen im südlichen Bahnhofsbereich. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass gegen den Mann ein Haftbefehl besteht. Er wurde zur Wache gebracht. 

Da er die zur Abwendung der Haftstrafe erforderlichen Geldmittel zu diesem Zeitpunkt nicht aufbringen konnte, kam der 30-Jährige bis zur Überstellung ins Gefängnis zunächst in eine Haftzelle der Polizeiinspektion. 

In einem unbeobachteten Moment verübte er einen Suizidversuch. Die Wachbeamten leiteten umgehend Reanimations- und Rettungsmaßnahmen ein. Vergeblich. Denn der alarmierte Notarzt musste den Tod des 30-Jährigen feststellen. 

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen bei der Polizeiinspektion 16 hat das zuständige Fachkommissariat übernommen, schreibt die Polizei. Der Vorgang wird, wie in solchen Fällen üblich, von Beamten des Bayerischen Landeskriminalamtes (SG 131), überprüft.

Redaktioneller Hinweis: Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

mm/tz

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